Erstmals äußert sich ein AKP-Mitglied zur Zeit „nach Erdoğan“: Es gibt Überraschungskandidaten!
Der ehemalige AKP-nahe Autor Abdurrahman Dilipak behauptet, dass es innerhalb der Partei Bestrebungen gebe, die Zeit nach dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zu „gestalten“. Dilipak erklärte, dass in politischen Kreisen Namen wie Binali Yıldırım, Süleyman Soylu, Bülent Arınç und Abdullah Gül kursieren würden; zudem seien auch Hakan Fidan sowie die Kinder Erdoğans im Gespräch.
Zur zunehmenden Dynamik innerhalb der AKP wurde eine bemerkenswerte Einschätzung abgegeben. Der ehemalige AKP-nahe Autor Abdurrahman Dilipak erklärte in einem Interview mit Elips Haber TV, dass innerhalb der Partei verschiedene Szenarien für die Zeit nach Erdoğan diskutiert würden.
Es wird darauf hingewiesen, dass für eine erneute Kandidatur von Präsident Erdoğan bei den Wahlen 2028 nach geltender Verfassung entweder das Parlament mit mindestens 360 Stimmen eine vorgezogene Wahl beschließen oder eine Verfassungsänderung vorgenommen werden muss.
Nach Erdoğans Aussage, er habe „kein Interesse an einer Kandidatur“, hatte der Vorstoß des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli, Erdoğan habe „kein Recht, davon zurückzutreten“, für Aufsehen gesorgt.
DİLİPAKS BEHAUPTUNG EINER „GESTALTUNG NACH ERDOĞAN“
Die erste offene Bewertung zu der innerhalb der Partei seit langem diskutierten Frage der Zeit „nach Erdoğan“ wurde von Dilipak vorgenommen.
Dilipak behauptete, dass „AKP-Mitglieder in einen Wettbewerb eingetreten sind, um die Zeit nach Erdoğan zu gestalten“, und nannte vier Namen, die innerhalb der Partei in den Vordergrund rücken: Binali Yıldırım, Süleyman Soylu, Bülent Arınç und Abdullah Gül.
Dilipak äußerte, dass diese Personen weiterhin Kontakt zur Partei hielten und hinter verschlossenen Türen Überlegungen zu künftigen Plänen angestellt würden.
Dilipak erinnerte daran, dass in AKP-Kreisen in der Vergangenheit auch der Name Berat Albayrak gefallen sei, und berichtete, dass derzeit die Fragen „Wird es Tayyip Erdoğans Sohn sein oder wird eine andere Person auftauchen?“ auf der Tagesordnung stünden.
Dilipak sagte: „Wenn Tayyip Erdoğan nicht mehr da sein wird, wer wird es dann sein? Das ist eines der Hauptthemen. Jeder versucht, sich entsprechend zu positionieren.“
„KEIN PLAN IST KONKRET“
Dilipak erklärte, dass diese parteiinternen Diskussionen aufgrund der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen zu keiner klaren Lösung führten, und argumentierte, dass auch die Politik des „Jahrhunderts der Türkei“ nicht die erwartete Wirkung erzielt habe.
Dilipak äußerte: „Die AKP ist sowohl unfähig geworden, Politik zu produzieren, als auch mit einer starken Opposition gegen jedes Thema konfrontiert, das sie voranbringen will.“
Es wurde geäußert, dass weitere Namen, die für die Zeit nach Erdoğan diskutiert werden, Hakan Fidan und die Kinder des Präsidenten seien.
Dilipak stellte fest, dass auch hierfür kein festes Szenario existiere, und sagte: „Die Diskussionen werden eher über Hakan Fidan und Erdoğans Kinder geführt, aber eine klare Lösung lässt sich nicht aufzeigen.“
Nachrichtenquelle : 12punto
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