Fatih Altaylı enthüllt das Katastrophenszenario für die Türkei: 'Wenn er zurückkehrt...'
Der Journalist Fatih Altaylı, der seit 52 Tagen im Silivri-Gefängnis inhaftiert ist, kommentierte das überraschende Treffen zwischen Präsident Erdoğan und dem ehemaligen Finanzminister Nureddin Nebati. Altaylı erläuterte, was die Türkei nach einem möglichen Ministerwechsel erwarten würde.
Der Journalist Fatih Altaylı bewertete in einer Stellungnahme aus dem Silivri-Gefängnis das Treffen zwischen Präsident Recep Tayyip Erdoğan und dem ehemaligen Finanzminister Nureddin Nebati.
Altaylı erklärte, dass die türkische Wirtschaft im Falle eines Wechsels im Finanzministerium infolge dieses Treffens in eine schwere Krise geraten könnte.
„DER DOLLAR KÖNNTE IN EINEM MONAT BEI 70 LIRA LIEGEN“
Altaylı betonte, dass die aktuellen Kreditratings auf die Präsenz von Mehmet Şimşek in der Wirtschaftsführung zurückzuführen seien, und sagte: „Wenn Nebati zurückkehrt, wird die Kreditwürdigkeit der Türkei innerhalb einer Woche auf unvorstellbare Niveaus fallen. Der Dollar könnte innerhalb eines Monats die 70-Lira-Marke erreichen.“
Altaylı bezeichnete Mehmet Şimşek als eine Person des „kleineren Übels“, die dieselbe Sprache wie internationale Finanzkreise spreche, und äußerte, dass Nebati nur für „populistische“ Maßnahmen vor den Wahlen zurückkehren könnte.
„ES WÄRE EIN BRUCH MIT DEN WIRTSCHAFTLICHEN REALITÄTEN“
Altaylı beschrieb eine mögliche Rückkehr Nebatis als einen „epistemologischen Bruch mit den Realitäten der Wirtschaft“ und sagte, dass die Türkei in einem solchen Fall schnell an Boden verlieren würde. Er fügte hinzu: „Ich erwarte derzeit nicht, dass Nebati wieder auf dem Ministerstuhl Platz nimmt.“
KRITIK AN DER AUSSENPOLITIK: SANGEZUR-KORRIDOR
In seiner Bewertung ging Altaylı auch auf den Friedensprozess zwischen Aserbaidschan und Armenien ein. Er erklärte, dass die Übernahme der Kontrolle über den Sangezur-Korridor durch die USA für 99 Jahre den Iran und Russland verärgern werde, und sagte: „Wäre die Türkei eine Regionalmacht, hätten wir diesen Frieden organisiert.“
„DER ANSPRUCH AUF REGIONALMACHT IST NICHT REALISTISCH“
Altaylı erklärte, dass die Türkei durch diesen in der Trump-Ära organisierten Prozess ihren strategischen Einfluss verloren habe, und fuhr fort:
„Die Kontrolle über den Sangezur-Korridor hätte nicht einem 10.000 Kilometer entfernten Land, sondern zumindest einem regionalen Konsortium übertragen werden müssen. Diese Entwicklung ist nicht zum Vorteil der Region.“
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