Gutachter-Ermittlungen gegen İmamoğlu: Details der Anklageschrift bekannt
Die Details der Anklageschrift gegen den Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, wegen des Vorwurfs der „versuchten Beeinflussung von Justizorganen, Gutachtern oder Zeugen“ sind bekannt geworden. In der Anklageschrift wird behauptet, dass İmamoğlu mit seinen Äußerungen während der Pressekonferenz mit dem Titel „Turpun Büyüğü“ (Der große Rettich) versucht habe, Druck auf die Justiz auszuüben.
Die Details der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft gegen den Bürgermeister der Stadtverwaltung Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, erstellten Anklageschrift sind bekannt geworden.
Die Staatsanwaltschaft leitete das Verfahren aufgrund der Äußerungen ein, die İmamoğlu am 27. Januar 2025 im Anschluss an die Verhaftung des Bürgermeisters von Beşiktaş, Rıza Akpolat, auf der Pressekonferenz mit dem Titel „Turpun Büyüğü“ getätigt hatte.
Das für Terrorstraftaten zuständige Ermittlungsbüro der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft, das die Untersuchung führt, erstellte die Anklageschrift mit der Begründung, die Erklärungen İmamoğlus auf der Pressekonferenz stellten einen Versuch der Beeinflussung der Justiz dar.
VORWURF DER ZIELGERICHTETEN ANPRANGERUNG EINES SACHVERSTÄNDIGEN
İmamoğlu hatte auf der besagten Pressekonferenz erklärt, dass eine Person namens „S.B.“ als Sachverständiger für fünf große Ermittlungsverfahren gegen die Stadtverwaltung Istanbul eingesetzt worden sei.
Der Anklageschrift zufolge wurde behauptet, dass nach diesen Erklärungen İmamoğlus in Presseorganen und auf Social-Media-Plattformen negative Kommentare über den Sachverständigen S.B. abgegeben und die Person zur Zielscheibe gemacht wurde.
Der Sachverständige S.B. gab in seiner Aussage bei der Staatsanwaltschaft an, er habe keine rechtswidrigen Handlungen begangen, und äußerte, dass er Strafanzeige gegen İmamoğlu erstatte.
BIS ZU 4 JAHRE HAFT FÜR İMAMOĞLU GEFORDERT
In der fünfseitigen Anklageschrift wird für İmamoğlu wegen des Vorwurfs der „versuchten Beeinflussung von Justizorganen, Sachverständigen oder Zeugen“ eine Freiheitsstrafe von bis zu 4 Jahren gefordert.
In der Anklageschrift heißt es:
İmamoğlu habe mit seinen Äußerungen auf der Pressekonferenz das Ziel verfolgt, den Eindruck zu erwecken, die Justizorgane seien nicht unabhängig und unparteiisch,
er habe durch die Nennung des Namens des Sachverständigen versucht, öffentlichen Druck aufzubauen,
und er habe unter Ausnutzung seiner Amtsbefugnisse versucht, gerichtliche Prozesse zu beeinflussen.
Am Ende der Anklageschrift wird behauptet, İmamoğlu habe seinen durch seine Position bedingten Einfluss genutzt, um Druck auf Justizangehörige auszuüben und eine öffentliche Meinung zugunsten seiner Partei zu formen.
GERICHTSVERFAHREN STEHT AUS
Die von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft erstellte Anklageschrift wurde an das Istanbuler Amtsgericht für Strafsachen (Asliye Ceza Mahkemesi) übermittelt. Das Gericht wird den Termin festlegen, an dem İmamoğlu vor Gericht erscheinen muss, sofern die Anklageschrift zugelassen wird.
Nachrichtenquelle : 12punto
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