Hintergrund der Razzia bei Papara mit 20 Millionen Nutzern! Wie wurde das Geld gewaschen?
Bei einer Razzia gegen Papara, das angeblich zur Geldwäsche aus illegalen Wetten genutzt wurde, wurden 13 Personen festgenommen, darunter der Firmengründer Ahmed Faruk Karslı. Während ein Geldverkehr von 12 Milliarden Lira untersucht wird, wurden Vermögenswerte im Wert von 5 Milliarden Lira beschlagnahmt. Hier ist der Hintergrund der Papara-Operation...
Das Zahlungssystem Papara, das angeblich eine Rolle bei der Geldwäsche aus illegalen Wett- und Glücksspielgeschäften gespielt haben soll, geriet gestern durch eine umfassende Operation in den Fokus. Im Rahmen der von der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul geführten Ermittlungen wurden 13 Personen festgenommen, darunter der Gründer des Unternehmens, Ahmed Faruk Karslı. Im Zuge der Ermittlungen wurde für Papara und sieben weitere Unternehmen ein Zwangsverwalter bestellt.
HATTE DAS ROTE YALI AM BOSPORUS GEKAUFT
Das 2016 von Ahmed Faruk Karslı im Alter von erst 29 Jahren gegründete Unternehmen Papara entwickelte sich innerhalb von neun Jahren zu einem bemerkenswerten Finanztechnologie-Startup mit über 20 Millionen Nutzern. Das Unternehmen, das vor allem bei jungen Nutzern durch kostenlose Geldtransfers und einfache Zahlungslösungen an Beliebtheit gewann, machte auch durch Sponsoring-Unterstützung für Sportvereine regelmäßig von sich reden.
Papara-Gründer Karslı sorgte zudem 2023 für Schlagzeilen, als er das historische Mehmet-Emin-Ağa-Yalı am Bosporus — in der Öffentlichkeit bekannt als das Rote Yalı — für 200 Millionen Lira erwarb.
WIE WURDE DAS GELD GEWASCHEN?
Laut einem Bericht in der Zeitung Sözcü deuten die Erkenntnisse, die auf Berichten der Zentralbank und des MASAK (Rat zur Untersuchung von Finanzkriminalität) basieren, darauf hin, dass 26.000 Konten bei Papara zur Geldwäsche aus illegalen Wettgeschäften genutzt wurden.
Den Vorwürfen zufolge wurden kriminelle Einnahmen von über 12 Milliarden Lira über diese Konten zunächst auf Banken und von dort aus in die Krypto-Wallets der Verdächtigen transferiert, um sie in das Finanzsystem zu integrieren.
Bei den Operationen wurden Vermögenswerte der Verdächtigen im Gesamtwert von etwa 5 Milliarden Lira beschlagnahmt. Zu den beschlagnahmten Vermögenswerten gehören eine Yacht, 5 Boote, 3 Bankschließfächer, 74 Fahrzeuge, 7 Wohnungen und eine Villa.
Die festgenommenen Verdächtigen sehen sich mit Vorwürfen wie „Gründung einer kriminellen Vereinigung“, „Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung“, „Geldwäsche aus Straftaten“ und „Verstoß gegen das Wettgesetz“ konfrontiert.
Nachrichtenquelle : 12punto
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