Nach Brand in Kartalkaya: Uludağ-Hotels auf dem Sicherheitsprüfstand – 80 Jahre alte Gebäude bergen Gefahren
Nach der großen Brandkatastrophe in Bolu-Kartalkaya richtet sich der Blick auf die alten Hotels in Uludağ. Gebäude aus dem Jahr 1945 zählen zu den Hotels, die dringend saniert oder abgerissen werden müssen, während illegale Anbauten und Sicherheitsmängel für Bedenken sorgen. Die Sicherheitsvorkehrungen in Uludağ sollen nun durch neue Maßnahmen, wie etwa die Anmietung saisonaler Brandbekämpfungsteams, verstärkt werden.
Nach der Brandkatastrophe in Bolu-Kartalkaya, bei der 78 Menschen ihr Leben verloren, richtet sich der Blick auf Uludağ, eines der bedeutendsten Wintertourismuszentren der Türkei. Der Zustand der Hotels in Uludağ, die aus dem Jahr 1945 stammen und abgerissen statt nur umgebaut werden müssten, bringt zahlreiche Sicherheits- und Transformationsprobleme mit sich.
Im Rahmen des Uludağ-Transformationsprojekts, das Anfang der 2000er Jahre unter dem damaligen Forstminister Veysel Eroğlu initiiert wurde, war geplant, die Hotels in Uludağ abzureißen und durch Neubauten zu ersetzen. Doch die Hotelbetreiber nutzten die damaligen Ministeriumswechsel und das politische Vakuum, um eine 50-jährige Fristverlängerung für diese Transformation zu erwirken, die eigentlich bis 2009 hätte abgeschlossen sein müssen. Mit dieser Fristverlängerung wurde der Abriss der alten Hotels erneut aufgeschoben.
VORWÜRFE WEGEN ILLEGALER STOCKWERKE
Ein weiteres bedeutendes Problem bei den alten Gebäuden in Uludağ sind die illegalen Stockwerksanbauten einiger Hotels. Aus der Zeit der Nationalparks sind noch Gerichtsverfahren anhängig, da einige Hotels illegal Stockwerke hinzugefügt haben sollen. Es wird behauptet, dass diese Hotels, anstatt abgerissen und umgebaut zu werden, rechtliche Grauzonen ausnutzen, indem sie lediglich die Quadratmeterzahlen in Bereichen wie Restaurants, Skiräumen und Cafés reduzieren. Zudem schüren die Versuche dieser Hotels, notwendige Abrissarbeiten zu vermeiden und stattdessen nur in den unteren Bereichen Anpassungen vorzunehmen, die Sicherheitsbedenken.
SICHERHEITSVORKEHRUNGEN KÖNNTEN ERHÖHT WERDEN
Die Kompetenz der Einsatzkräfte im Falle einer Katastrophe in Uludağ stellt ein noch größeres Fragezeichen dar. Derzeit führen drei Teams der Feuerwehr der Stadtverwaltung Bursa, AFAD, JAK, UMKE, medizinisches Personal des 112-Notrufs und Teams der Autobahnmeisterei die Katastrophenschutzaufgaben aus. Darüber hinaus wird die Möglichkeit geprüft, dass sich die Hotels zusammenschließen, um saisonale Brandbekämpfungsteams zu mieten. Auf diese Weise soll die Interventionskapazität weiter erhöht werden.
Uludağ ist eines der am stärksten frequentierten Wintertourismuszentren der Türkei und beherbergt 35 Unterkünfte mit einer Kapazität von 5.000 Betten, die jährlich 1,7 Millionen Gäste empfangen. Doch die seit Jahren anhaltende Zuständigkeitsverwirrung und Sicherheitsmängel verhindern, dass dieses Potenzial voll ausgeschöpft wird. Die meisten Hotels in Uludağ dienen in alten Gebäuden, die bis zu 80 Jahre alt sind, weshalb eine Modernisierung dieser Anlagen von großer Bedeutung ist.
SAISONALE BRANDBEKÄMPFUNGSTEAMS
Die Transformation der Hotels in Uludağ liegt nicht nur in der Verantwortung der Hoteleigentümer, sondern auch in der der Sicherheitsbehörden der Region. Der Hotelierverband arbeitet an verschiedenen Lösungen, um die Anmietung saisonaler Brandbekämpfungsteams zu erleichtern. Die Möglichkeit, Einsatzfahrzeuge von externen Firmen zu mieten und Unternehmen zu nutzen, die saisonale Feuerwehrdienste anbieten, könnte die Interventionskapazität bei möglichen Großkatastrophen erhöhen.
Nachrichtenquelle : 12punto
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