Resul Emrah Şahan enthüllt die Profitprojekte der Regierung: Ein 'neuer Kanal Istanbul' mitten im Herzen von Şişli
Der inhaftierte Bürgermeister von Şişli, Resul Emrah Şahan, hat ein 72-stöckiges Wohnprojekt aufgedeckt, das auf einem Erdbeben-Sammelplatz errichtet wurde. Şahan erklärte, dass die Regierung Istanbul nicht nur mit dem Kanal Istanbul, sondern mit mehreren ähnlichen Projekten für das Kapital öffne.
Der im Rahmen der Ermittlungen gegen die Stadtverwaltung von Istanbul (İBB) inhaftierte Bürgermeister von Şişli, Resul Emrah Şahan, hat erklärt, dass die Regierung in Istanbul „mehrere Projekte ähnlich wie Kanal İstanbul“ plane. Şahan, der am 19. März festgenommen wurde und sich derzeit im Gefängnis Silivri Marmara befindet, erläuterte in einem Interview mit Çağdaş Bayraktar von der Zeitung Cumhuriyet detailliert, wie ein als Erdbeben-Sammelplatz ausgewiesenes Grundstück in Şişli für Profitzwecke freigegeben wurde.
72-STÖCKIGES WOHNHOCHHAUS AUF EINEM ERDBEBEN-SAMMELPLATZ: „DAS MINISTERIUM HAT SICH SELBST DIE GENEHMIGUNG ERTEILT“
Şahan erklärte, dass er in den ersten Tagen seiner Amtszeit das 72-stöckige Wohn- und Einkaufszentrumsprojekt, das auf einem 24.000 Quadratmeter großen Gelände hinter dem Rathaus von Şişli errichtet werden sollte, versiegelt und eine Geldstrafe in Milliardenhöhe verhängt habe. In diesem Prozess habe das Ministerium für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel die Feststellungen akzeptiert und die Baugenehmigung widerrufen. Er sagte: „Das Ministerium hat die Genehmigung, die es selbst widerrufen hatte, später wieder erteilt. Dieses Gebiet war eigentlich im Rahmen des Erdbebengesetzes als Reservegebiet ausgewiesen worden. Das Ziel war es, Şişli erdbebensicher zu machen. Doch diese Entscheidung wurde in ein Instrument verwandelt, um einige wenige zu bereichern.“
PROFITSYSTEM IN ŞİŞLİ UNTER DER MASKE VON „SOZIALWOHNUNGEN“
Şahan betonte, dass dieses Projekt in Şişli, wo pro Kopf weniger als ein Quadratmeter Grün- und Sammelfläche zur Verfügung steht, eine Einladung zur Katastrophe sei. Er hob hervor, dass 90 Prozent des Gebäudebestands in den umliegenden Stadtteilen Kuştepe, Mahmut Şevket Paşa, Yayla, Paşa und Merkez als riskant eingestuft seien. Şahan erklärte, dass die Regierung die Öffentlichkeit unter dem Vorwand von „Sozialwohnungen“ täusche, und äußerte sich wie folgt:
„Wenn Sie die Absicht haben, Sozialwohnungen zu bauen, dann nutzen Sie doch dieses Gebiet. Dieses Reservegebiet in Şişli ist sehr gut geeignet für Freiflächen, Parkplätze oder den Bau von Sozialwohnungen für die Stadterneuerung. Wir stehen bei Kuştepe in der Schuld. Wir stehen bei den Menschen in den armen Vierteln in der Schuld. Lassen Sie uns diesen Wert, der durch das Erdbebengesetz geschaffen wird, für sie nutzen.“
DIE MENTALITÄT DES NEUEN Kanal İstanbul: „EIN SYSTEM ZUR SCHAFFUNG VON REICHTUM AUF KOSTEN DES VOLKES“
Şahan brachte zum Ausdruck, dass diese Mentalität dieselbe sei wie die der Befürworter des Projekts Kanal İstanbul und dass öffentliche Ressourcen zugunsten einer bestimmten Kapitalgruppe genutzt werden sollten.
Gegenüber denjenigen, die behaupten: „Wir bauen keine Kanäle, sondern Sozialwohnungen“, sagte Şahan, die wahre Absicht sei die Plünderung öffentlicher Grundstücke für das Kapital. „Die Wahrheit ist so klar. Es gibt nur eine Antwort: Ja oder Nein? Mitten in Şişli, nur 20 Minuten entfernt, liegt dieses Gebiet. Gehen Sie dorthin und dienen Sie dem Volk.“
„DER STAATLICHE INSPEKTOR ERMITTELT GEGEN DENJENIGEN, DER DIE RECHTE DES VOLKES VERTEIDIGT“
Şahan gab bekannt, dass Inspektoren wegen des Stopps des besagten Projekts eine Stellungnahme von ihm unter dem Vorwurf des „Amtsmissbrauchs“ gefordert hätten. Şahan bezeichnete dies als „lächerlich“ und sagte, dass die Inspektoren nicht mehr für das Volk, sondern für das Kapital der politischen Macht arbeiteten.
5 MILLIARDEN DOLLAR PROFIT HÄTTEN GANZ ŞİŞLİ ERNEUERN KÖNNEN
Şahan berichtete, dass von den 85 Milliarden Dollar Profit, die im Rahmen der von İBB-Bürgermeister Ekrem İmamoğlu angekündigten 130 Projekte erzielt wurden, 5 Milliarden Dollar allein aus Şişli stammten, und stellte fest:
„Mit diesen 5 Milliarden Dollar hätten wir ganz Şişli erdbebensicher machen können. Aber was ist passiert? Vielleicht sind 10 Familien reich geworden. Das ist ein Verrat, eine Verletzung der Rechte der Gemeinschaft. Es wurde den Armen aus der Tasche genommen und den Reichen gegeben. Wenn ein Erdbeben kommt, sind es wieder die Armen, die den Schaden erleiden werden.“
Abschließend betonte Resul Emrah Şahan, dass die Geschehnisse nicht nur Şişli, sondern ganz Istanbul beträfen. Er erklärte, dass sein Kampf kein persönlicher sei, sondern ein Kampf zum Schutz des öffentlichen Interesses und der Rechte des Volkes.
Nachrichtenquelle : 12punto
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