Şener Üşümezsoy warnt: „Das eigentliche Risiko liegt in dieser Region“
Der Erdbebenexperte Prof. Dr. Şener Üşümezsoy wies die Behauptungen zurück, dass die „Adalar-Verwerfung brechen werde“. Er betonte, dass der Fokus auf den Süden des Marmarameeres gerichtet werden müsse, und erklärte: „Das eigentliche Risiko liegt in dieser Region.“
Während die jüngsten Erschütterungen im Marmarameer die Sorgen verstärken, hat der Erdbebenforscher Prof. Dr. Şener Üşümezsoy eine wichtige Einschätzung abgegeben.
Im Gespräch mit TGRT Haber widersprach Üşümezsoy der seit langem diskutierten These, dass die „Adalar-Verwerfung“ brechen werde. Er betonte, dass sich die tatsächliche Gefahr im südlichen Teil des Marmarameeres, insbesondere vor der Küste von Yalova, konzentriere.
Şener Üşümezsoy äußerte sich wie folgt:
„Die Verwerfung, die 1894 brach, hat die Spannung zwischen Istanbul und dem anatolischen Block abgebaut. Die Fortsetzung im Osten hat die Spannung von 1999 abgebaut.“
„Ein gebrochener Knochen muss erst wieder zusammenwachsen, bevor er erneut brechen kann.“
„DAS RISIKO LIEGT NICHT IM NORDEN, SONDERN IM SÜDEN“
Üşümezsoy erklärte, dass das Gölcük-Erdbeben von 1999 die Energie auf der Adalar-Verwerfung weitgehend abgebaut habe, und fuhr fort:
„Das Risiko liegt nicht im Norden, sondern im Süden. Die Energie hat sich nach 1999 in den Süden verlagert, daher konzentriert sich die Spannung auf der Linie Çınarcık-Esenköy-Bozburun.“
Die Einschätzungen von Prof. Dr. Şener Üşümezsoy bringen eine neue Perspektive auf die Erdbebenwahrscheinlichkeiten im Marmarameer und lenken die Aufmerksamkeit nun auf die Umgebung von Yalova.
Nachrichtenquelle : 12punto
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