Wie konnte Yunus Emre Geçti, der Şeyda Yılmaz tötete, trotz 26 Vorstrafen auf freiem Fuß bleiben? Juristen beantworten die drängende Frage
Dass Yunus Emre Geçti, der die Polizistin Şeyda Yılmaz in Ümraniye, Istanbul, tötete, trotz 26 Vorstrafen bis heute nicht inhaftiert wurde, hat für Empörung gesorgt. Rechtsanwalt Hüseyin Ersöz beantwortet die Frage, die die Öffentlichkeit bewegt.
Die Sicherheitskräfte haben eine Fahndung nach Yunus Emre Geçti eingeleitet, der wegen des Vorwurfs des „Motorraddiebstahls“ festgenommen worden war und anschließend die Flucht ergriff.
Der 19-jährige Yunus Emre Geçti, der infolge polizeilicher Ermittlungen im Stadtviertel Ihlamurkuyu gefasst wurde, leistete Widerstand gegen die Polizeibeamten.
Bei dem entstandenen Handgemenge entwendete Geçti die Dienstwaffe eines Beamten und eröffnete das Feuer auf Polizisten und Umstehende.
Bei dem ausgebrochenen Schusswechsel wurden die 27-jährigen Polizeibeamten Şeyda Yılmaz und K.H.S. sowie die am Tatort anwesende Mutter von Yunus Emre Geçti, P.G. (43), verletzt.
Während die Verletzten nach der Erstversorgung ins Krankenhaus gebracht wurden, konnte die Polizistin Şeyda Yılmaz trotz aller medizinischen Bemühungen nicht gerettet werden und verstarb im Dienst.
Yunus Emre Geçti, der nach dem Vorfall gefasst wurde, wurde zur Polizeidienststelle gebracht.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde Geçti ein schwarzer Müllsack übergezogen.
Geçti, der von Polizistinnen in den Kofferraum eines Tierschutzfahrzeugs gebracht wurde, wurde dem Gericht überstellt.
Es wurde bekannt, dass der Mörder Yunus Emre Geçti, der Şeyda Yılmaz getötet hat, 26 Vorstrafen hat.
Wie NTV berichtet, teilten Justizkreise mit, dass einige Akten zusammengelegt wurden und einige der Straftaten bereits im Kindesalter begangen wurden.
Es wurde darauf hingewiesen, dass der Verdächtige in Vorfälle wie vorsätzliche Körperverletzung, Bedrohung und Raub verwickelt war und gegen ihn fünf Akten vorliegen, von denen drei noch in der Ermittlungsphase und zwei in der Gerichtsverhandlung sind.
Wie der 19-jährige Polizistenmörder Geçti, der sich als Serientäter entpuppte, wieder auf freien Fuß gelangen konnte, sorgt in der Öffentlichkeit für hitzige Debatten.
Rechtsexperten, die sich zu dem Thema äußerten, betonten, dass die Häufigkeit der Begehung einer Straftat nach dem türkischen Strafgesetzbuch keinen Unterschied hinsichtlich der Untersuchungshaft mache. Es wurde darauf hingewiesen, dass Delikte wie Raub, Bedrohung, einfache Körperverletzung oder Beleidigung in der Regel keine Strafen vorsehen, die eine tatsächliche Haftstrafe nach sich ziehen.
"ES IST MÖGLICH, UNTERSCHIEDLICHE EINSCHÄTZUNGEN VORZUNEHMEN"
Der Anwalt Hüseyin Ersöz, der sich in einer NTV-Sendung äußerte, sagte: "Wenn man sich das Strafrecht, das UYAP-System der Justiz oder die Datenerfassungssysteme der Polizei ansieht, ist es möglich, unterschiedliche Einschätzungen vorzunehmen."
"Was wir als Vorstrafenregister bezeichnen, umfasst alle Maßnahmen, die im Zusammenhang mit einem Verfahren ergriffen werden, einschließlich Haftbefehlen und dem Ausgang des Verfahrens, unabhängig vom jeweiligen Ergebnis", erklärte Ersöz und betonte, dass die regelmäßige Begehung solcher Straftaten für sich genommen noch keine Grundlage für eine Untersuchungshaft darstelle.
Nachrichtenquelle : 12punto
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