Geforderte Strafe für Tanju Özcan bekannt: Das ist das geforderte Strafmaß
Im Rahmen der Ermittlungen wegen "Erpressung" gegen die Stadtverwaltung Bolu wurde eine Anklageschrift gegen 19 Personen erstellt, darunter 7 Inhaftierte, zu denen auch der vom Amt des Bürgermeisters suspendierte Tanju Özcan gehört.
In der 178-seitigen Anklageschrift, die von der Generalstaatsanwaltschaft Bolu erstellt wurde und in der das Finanzministerium, die Generaldirektion für Stiftungen sowie das Innenministerium als geschädigte Institutionen aufgeführt sind, werden 41 Opfer sowie 19 Personen, darunter 7 Inhaftierte, als Beschuldigte geführt.
Die Anklageschrift, in der für den inhaftierten Özcan wegen der Straftatbestände "Erpressung durch Nötigung und versuchte Erpressung", "qualifizierter Betrug", "Bestechlichkeit" sowie "Verstoß gegen das Stiftungs- und Vereinsgesetz Nr. 5072" und für die anderen 18 Personen wegen verschiedener Delikte Strafen gefordert werden, wurde an das 3. Schwurgericht Bolu übermittelt.
In der Anklageschrift wurde festgehalten, dass Özcan alle Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt habe, er habe weder Druck ausgeübt noch Forderungen nach Vorteilen gestellt.
BIS ZU 263 JAHRE HAFT FÜR ÖZCAN GEFORDERT
In der Anklageschrift wurde für Tanju Özcan aufgrund seiner Handlungen gegenüber jedem einzelnen 'Opfer' eine Gesamtfreiheitsstrafe von 90 Jahren und 3 Monaten bis zu 263 Jahren und 6 Monaten gefordert, aufgeteilt in 6 Fälle von "Erpressung durch Nötigung", 3 Fälle von "versuchter Erpressung", 34 Fälle von "qualifiziertem Betrug" und 1 Fall von "Bestechlichkeit".
Für den inhaftierten stellvertretenden Bürgermeister Süleyman Can wurde eine Gesamtfreiheitsstrafe von 27 Jahren und 6 Monaten bis zu 64 Jahren wegen 5 Fällen von "Erpressung durch Nötigung" und 2 Fällen von "versuchter Erpressung" gefordert, während für den Vorstandsvorsitzenden der BolSev-Stiftung, Ali Sarıyıldız, eine Gesamtfreiheitsstrafe von 72 Jahren, 7 Monaten und 15 Tagen bis zu 218 Jahren und 9 Monaten wegen 6 Fällen von "Beihilfe zur Erpressung", 3 Fällen von "versuchter Beihilfe zur Erpressung" und 34 Fällen von "qualifiziertem Betrug" beantragt wurde.
In der Anklageschrift wurde zudem für die anderen Beschuldigten Haftstrafen von unterschiedlicher Dauer für diese Delikte gefordert.
WAS WAR PASSIERT?
Im Rahmen der am 28. Februar von der Generalstaatsanwaltschaft Bolu eingeleiteten Ermittlungen wegen "Erpressung" gegen die Stadtverwaltung Bolu waren 19 Personen zu unterschiedlichen Zeitpunkten festgenommen worden.
Unter den Festgenommenen wurden der Bürgermeister Tanju Özcan, die stellvertretenden Bürgermeister Süleyman Can und Leyla Beykoz, die Stadtratsmitglieder Cihan Tutal und Aydan Özdemir, der Leiter der Finanzabteilung der Stadtverwaltung Bolu, Ayhan, sowie der Vorstandsvorsitzende von BolSev, Sarıyıldız, inhaftiert.
Im Zuge der Ermittlungen wurden Durchsuchungen in der Stadtverwaltung Bolu sowie in den Wohnungen, Arbeitsplätzen und Fahrzeugen der Beschuldigten durchgeführt und Telefone sowie diverse Dokumente und Materialien beschlagnahmt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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