Geldstrafe für Ümit Özdağ im Prozess um Scheich Said
Der Vorsitzende der Zafer-Partei, Ümit Özdağ, äußerte sich nach der Verhängung einer Geldstrafe aufgrund seiner Social-Media-Beiträge über Scheich Said. Die Anwälte von Özdağ werden nach der Gerichtsentscheidung Berufung einlegen.
Im Rahmen eines Prozesses im Bezirk Hınıs in Erzurum wurde der Vorsitzende der Zafer-Partei, Ümit Özdağ, wegen seiner Äußerungen über Scheich Said in den sozialen Medien wegen „Beleidigung des Andenkens einer verstorbenen Person“ angeklagt. In dem vom erstinstanzlichen Strafgericht Hınıs gefällten Urteil wurde Özdağ zu einer Geldstrafe von 8.700 TL verurteilt, wobei die Urteilsverkündung ausgesetzt wurde.
Nach der Anhörung äußerte sich Özdağ vor dem Gerichtsgebäude gegenüber der Presse und erklärte, dass sie das Urteil nicht akzeptieren würden. In seiner Stellungnahme sagte Özdağ:
"Das Gericht hat soeben sein Urteil verkündet. Es hat eine Geldstrafe wegen Beleidigung des Andenkens von Scheich Said verhängt und die Urteilsverkündung für fünf Jahre ausgesetzt. Natürlich ist dies keine akzeptable Strafe. Warum? Weil das Gericht damit anerkennt, dass Scheich Said ein Andenken hat, das beleidigt werden könnte, was wir jedoch nicht akzeptieren.
Dies ist im Grunde keine Strafe gegen mich; es ist eine Strafe gegen den Staat der Republik Türkei. Es ist eine Strafe gegen die türkischen Streitkräfte, gegen unsere Kräfte, die den Terrorismus bekämpfen und den Aufstand niedergeschlagen haben, und das ist leider nicht richtig. Deshalb werden wir unseren Rechtsstreit fortsetzen, und unsere Anwälte werden in den kommenden Tagen beim Berufungsgericht Einspruch gegen dieses Urteil einlegen.
Hier geht es nicht um eine Beleidigung zwischen einer Person und Ümit Özdağ, und auch nicht um eine Beleidigung zwischen Familienmitgliedern und Ümit Özdağ. Hier geht es um die Haltung, die ich und meine Partei gegenüber einem Aufstand gegen die Republik eingenommen haben. Wir sind entschlossen, diese Haltung mit der heutigen Klarheit beizubehalten. Wir werden dies auch in Zukunft tun. Wir bewerten Scheich Said an dem Platz in der Geschichte, an den er gehört, und werden ihn auch weiterhin dort bewerten."
Auf die während seiner Erklärungen gestellte Frage „Betrachten Sie diesen Prozess als einen politischen Prozess?“ antwortete Özdağ: „Natürlich ist dies ein politischer Prozess.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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