Geldwäscheermittlungen gegen Ekol TV dauern an: Fall an die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul übergeben
Die nach der Schließung von Ekol TV eingeleiteten Geldwäscheermittlungen wurden an die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul übergeben. In dem Verfahren werden 12 Personen, darunter der Eigentümer und die Führungskräfte des Senders, als Verdächtige geführt.
Nach der Schließung von Ekol TV wurden die gegen die Eigentümer und Führungskräfte des Senders eingeleiteten Geldwäscheermittlungen von der Generalstaatsanwaltschaft Küçükçekmece an die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul übergeben.
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf Vorwürfe, wonach der Sender durch illegale Wetten und Geldwäscheaktivitäten finanziert worden sei.
Die Untersuchung, die aufgrund der Aussagen eines anonymen Zeugen sowie eingegangener Hinweise zu den Finanzaktivitäten des Senders eingeleitet wurde, weitet sich zunehmend aus. Es wurde beantragt, dass die Finanzstruktur und der Geldfluss des Senders durch das MASAK (Amt für die Untersuchung von Finanzkriminalität) geprüft werden.
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die Vorwürfe der „Geldwäsche aus Straftaten“ und „finanzieller Unregelmäßigkeiten“.
12 PERSONEN UNTER DEN BESCHULDIGTEN
Im Rahmen der Ermittlungen gegen Ekol TV werden der Eigentümer des Senders, der Geschäftsmann Mübariz Mansimov, sowie weitere prominente Namen als Beschuldigte geführt. Zu den weiteren Beschuldigten im Verfahren gehören der Chefredakteur von Ekol TV, Emrah Doğru, der ehemalige Kommandeur der Gendarmerie, Arif Çetin, der Anwalt Prof. Dr. Ersan Şen sowie einer der Geschäftsführer des Senders, Veysel Şahin.
Der Eigentümer des Senders, Mübariz Mansimov, war bereits zuvor im Zusammenhang mit der Akte Yalıkavak Marina genannt worden, die durch Sedat Peker in die öffentliche Diskussion geraten war.
Mansimov, Eigentümer der Palmali Holding, wurde am 15. Juli 2020 wegen des Vorwurfs der Mitgliedschaft in der FETÖ festgenommen und nach einem Jahr Haft zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Unter Anrechnung der bereits verbüßten Haftzeit wurde er jedoch aus der Haft entlassen.
BERICHT VOM MASAK ANGEFORDERT
Wie die Zeitung Sabah berichtete, hat die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul beim Amt für die Untersuchung von Finanzkriminalität (MASAK) einen umfassenden Bericht über die Kapitalstruktur und die Geldflüsse des Senders angefordert, um die Ermittlungen vertiefen zu können.
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