Google-Erklärung von CHP-Politiker Bulut: 'Viele Internetseiten vom Aus bedroht'
Der stellvertretende CHP-Vorsitzende Burhanettin Bulut erklärte, dass unabhängige und freie Medien aufgrund der Einschränkungen des Leserverkehrs durch Google vom Aus bedroht seien. Er forderte die Einleitung einer parlamentarischen Untersuchung, um die Probleme der Internetseiten zu erforschen und Maßnahmen zu ergreifen, die das Schließen unabhängiger und freier Medien verhindern sollen. Bulut sagte: 'In unserem Land bedarf es Unterstützung und gesetzlicher Regelungen, damit Nachrichtenportale wirtschaftlich überleben können.'
Der stellvertretende CHP-Vorsitzende für Medien und Öffentlichkeitsarbeit, Burhanettin Bulut, erklärte in einem bei der Großen Nationalversammlung der Türkei eingereichten Antrag auf parlamentarische Untersuchung, dass unabhängiger und freier Journalismus in der Türkei einerseits durch den Druck der Regierungund andererseits durch die wirtschaftlichen Bedingungen von Tag zu Tag schwieriger werde.
Bulut betonte, dass unabhängige Medienorganisationen, die bereits unter schwierigen Bedingungen in der Türkei publizieren, aufgrund des von Google verhängten Embargos auf den Leserverkehr vom Aus bedroht seien. Er warnte, dass für viele Medien, von nationalen bis hin zu lokalen Internetseiten, die Alarmglocken läuten.
'INTERNETSEITEN VOM AUS BEDROHT'
Der CHP-Politiker äußerte sich wie folgt: '98 Prozent des Leserverkehrs, der über die Google-Dienste 'Discover' und 'News' geleitet wurde, sind für zahlreiche Nachrichtenseiten weggefallen. Während der 'Discover'-Verkehr einiger Nachrichtenseiten komplett auf Null gesunken ist, ist nicht bekannt, wie Google den Verkehrsfluss zu Medienorganisationen steuert und welche Kriterien in diesem Prozess zugrunde gelegt werden. Die Algorithmus-Updates von Google haben bei Nachrichtenportalen zu massiven Verkehrsverlusten geführt. Da die Presseanzeigenbehörde (BİK) den Google-Algorithmus als Basis heranzieht, sind die Werbeeinnahmen der Nachrichtenseiten, deren Existenz von Werbung abhängt, zurückgegangen. Internetseiten stehen nun vor der Gefahr der Schließung, Verkleinerung oder Einstellung des Betriebs.'
'PRESSEMITARBEITER IN SCHWIERIGER LAGE'
Bulut wies darauf hin, dass aufgrund sinkender Werbeeinnahmen Entlassungen zunehmen, viele Pressemitarbeiter arbeitslos werden, ihre Gehälter oder verdienten Lohnerhöhungen nicht erhalten und Mitarbeiter, die trotz jahrelanger Berufserfahrung im Umfeld der Wirtschaftskrise mit Mindestlohn oder nur geringfügig darüber überleben müssen, in eine schwierige Lage geraten seien. Er hielt fest:
'Eines der wichtigsten Elemente für die Entwicklung und den Schutz der Demokratie ist die Gedanken- und Meinungsfreiheit. Je freier die Medien sind, die die Öffentlichkeit mit korrekten Nachrichten versorgen, das Gewissen der Gesellschaft bilden und die Wahrheit widerspiegeln, desto stärker ist die Demokratie des jeweiligen Landes. Das Schließen unabhängiger Medien, die an einer Hand abzuzählen sind und sich an die universellen Prinzipien des Journalismus halten, sowie das Verschwinden von unabhängigem und freiem Journalismus werden die Presse gleichschalten, unserer Demokratie einen Schlag versetzen, dem Volk das Recht auf Information entziehen und den Zugang der Bevölkerung zu korrekten und unparteiischen Informationen verhindern.'
'UNTERSTÜTZUNG UND GESETZLICHE REGELUNGEN SIND ERFORDERLICH'
Es ist offensichtlich, dass Internetnachrichtenseiten in unserem Land unterstützt werden müssen und gesetzliche Regelungen erforderlich sind, um ihr wirtschaftliches Überleben zu sichern. Es sollte eine parlamentarische Untersuchung eingeleitet werden, um die Probleme zu erforschen, mit denen Internetseiten aufgrund von Algorithmus-Updates von Google konfrontiert sind, die den Wettbewerb verletzen und die Medienunabhängigkeit untergraben. Ziel muss es sein, Maßnahmen zur Verhinderung der Schließung unabhängiger und freier Medien zu bestimmen sowie die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der in Print-, Bild- und Digitalmedien tätigen Journalisten zu identifizieren, die oft zu niedrigen Löhnen und unter prekären Bedingungen arbeiten müssen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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