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Großes Risiko für die Türkei, falls die Krise im Iran anhält! 'Stellt die Syrien-Erfahrung in den Schatten'

Der pensionierte Generalmajor Rafet Kılıç erklärte, dass die Flüchtlingsfrage der Bereich sei, in dem die Türkei am schnellsten und schwerwiegendsten von einer anhaltenden Instabilität im Iran betroffen wäre. Kılıç warnte davor, dass eine Massenflucht aus einem Land mit fast 90 Millionen Einwohnern, das sich in einer ernsten wirtschaftlichen Notlage befindet, „selbst die Syrien-Erfahrung in den Schatten stellen könnte“.

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Großes Risiko für die Türkei, falls die Krise im Iran anhält! 'Stellt die Syrien-Erfahrung in den Schatten'

Die Proteste im Iran, die am 28. Dezember aufgrund der steigenden Lebenshaltungskosten begannen, entwickelten sich in kurzer Zeit zu regierungsfeindlichen Massendemonstrationen. Berichten zufolge sind bei den landesweiten Vorfällen bisher 646 Menschen ums Leben gekommen.

Die Entwicklungen blieben nicht auf den Iran beschränkt, sondern lösten regional und global ein Echo aus. Die möglichen Folgen für die Türkei werden nun unter den Aspekten Sicherheit und Migration diskutiert.

In diesem Zusammenhang widmete sich der Sözcü-Kolumnist Saygı Öztürk in seinem heutigen Beitrag den Einschätzungen des pensionierten Generalmajors Rafet Kılıç zur Lage im Iran und seinen bemerkenswerten Warnungen an die Türkei.

„DIE ERSTE AUSWIRKUNG WÄRE DIE FLÜCHTLINGSFRAGE“

Kılıç betonte, dass die Türkei bei einer Verlängerung der Unruhen im Iran mit einer neuen Flüchtlingswelle konfrontiert werden könnte. Unter Hinweis auf die Bevölkerungsgröße und die wirtschaftliche Anfälligkeit des Iran erklärte Kılıç, dass ein solches Szenario die bestehenden Belastungen weiter verschärfen könnte.

Kılıç äußerte sich zu dem möglichen Szenario wie folgt:

„Sollten die Unruhen anhalten, wird uns der erste Schlag durch die Flüchtlingsfrage treffen. Eine Massenflucht aus einem Iran mit fast 90 Millionen Einwohnern, dessen Wirtschaft vor dem Zusammenbruch steht, könnte selbst die Syrien-Erfahrung in den Schatten stellen. Angesichts der demografischen, wirtschaftlichen und sozialen Lasten, die die Türkei bereits trägt, darf die Zerstörungskraft einer solchen Welle auf das Land keinesfalls unterschätzt werden.“

HINWEIS AUF DIE TÜRKISCHSTÄMMIGE BEVÖLKERUNG IM IRAN

Rafet Kılıç wies darauf hin, dass das Risiko nicht nur auf die Migration beschränkt sei, und machte auf die türkischstämmige Bevölkerung im Iran aufmerksam. Kılıç erinnerte daran, dass etwa 30 Millionen Menschen türkischer Abstammung innerhalb der iranischen Grenzen leben, und sagte, dass bei einer Schwächung der zentralen Autorität ethnische und konfessionelle Bruchlinien aktiviert werden könnten.

Kılıç betonte, dass dieser Prozess durch das Eingreifen externer Akteure noch komplexer werden könnte, und erinnerte an frühere Beispiele im Nahen Osten:

„Doch die Gefahr endet hier nicht. Im Iran leben etwa 30 Millionen Menschen türkischer Abstammung. Wer glaubt, dass bei einer Schwächung der zentralen Autorität, dem Eingreifen externer Akteure und dem Einsatz von Stellvertreterstrukturen die ethnischen und konfessionellen Bruchlinien nicht instrumentalisiert würden, kennt den Nahen Osten nicht. Während die Ereignisse im Irak und in Syrien noch in unserer Erinnerung präsent sind, ist es nicht rational anzunehmen, dass dasselbe Szenario nicht auch im Iran inszeniert werden könnte.“


Nachrichtenquelle: 12punto

Rafet Kılıç