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Gutachten zur Katastrophe in İliç, Erzincan veröffentlicht: Unternehmen schuldig, ranghöchster Manager ohne Schuld!

Das Sachverständigengutachten zur Minenkatastrophe in İliç, Erzincan, stellt fest, dass Luft, Wasser und Boden kontaminiert wurden und das Unternehmen keinerlei Vorkehrungen am Standort der abgerutschten Haufenlaugung getroffen hatte. Während Anagold als „hauptverantwortlich“ eingestuft wurde, entschied man, dass der ranghöchste Vertreter des Unternehmens in der Türkei keinerlei Verantwortung trage.

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Gutachten zur Katastrophe in İliç, Erzincan veröffentlicht: Unternehmen schuldig, ranghöchster Manager ohne Schuld!

Nach dem Erdrutsch am 13. Februar auf dem Gelände der von Anagold Madencilik Sanayi ve Ticaret A.Ş. betriebenen Mine im Landkreis İliç in Erzincan wurden 9 Arbeiter unter den Erdmassen begraben.

Das Sachverständigengutachten zu der Katastrophe wurde nun veröffentlicht. Dem Bericht zufolge hat das Unternehmen am Standort der Haufenlaugung keinerlei Vorkehrungen getroffen, was zu einer schwerwiegenden Verschmutzung von Boden, Luft und Grundwasser führte. Folglich wurde Anagold Madencilik als hauptverantwortlich eingestuft. Darüber hinaus stufte der Sachverständige die Unternehmensmanager Jain Roland Guille, Kenan Özdemir, Abdülkadir Cansız, Özgür Kaya, İzzet Tekin und Mehmet Türk sowie fünf für das Gelände zuständige Ingenieure ebenfalls als „hauptverantwortlich“ ein. Es wurde jedoch entschieden, dass die Subunternehmer sowie der Landesdirektor von Anagold, Cengiz Yalçın Demirci, keinerlei Verantwortung für den Vorfall tragen.

'KEINERLEI VORKEHRUNGEN GETROFFEN'

Laut einem Bericht von Bahadır Özgür von Gazete Duvar heißt es im Gutachten zur Verantwortung von Anagold Madencilik wie folgt:

"Da am Standort der Haufenlaugung keinerlei Vorkehrungen gegen das Abrutschen des lösungsmittelhaltigen Bodens getroffen wurden und dieser in das trockene Flussbett floss, das für Verschmutzung und Kontamination anfällig ist, sowie durch die beim Erdrutsch entstandenen Gase Luftverschmutzung verursacht wurde, und da der Abfluss in den Sabırlı-Bach, für den zuvor keine Schutzmaßnahmen ergriffen worden waren, zu Bodenverschmutzung sowie zur Verunreinigung von Oberflächen- und Grundwasser führen wird, und da gegen die Rechtsvorschriften verstoßen wurde, die auf dem Umweltgesetz Nr. 2872 und dem Gesetz über Grundwasser Nr. 167 basieren, sowie die eingegangenen Verpflichtungen nicht eingehalten wurden, ist Anagold Madencilik aufgrund des Tatbestands der ‚vorsätzlichen oder fahrlässigen Umweltverschmutzung‘ als hauptverantwortlich anzusehen."

'DIREKTOR HAT KEINE BEFUGNIS'

Über den Landesdirektor von Anagold Madencilik, Cengiz Yalçın Demirci, der nach dem Vorfall in die Türkei kam, kurzzeitig in Gewahrsam genommen und wieder freigelassen wurde und der in seiner Aussage die gesamte Verantwortung auf die Ingenieure und das mittlere Management vor Ort schob, heißt es im Gutachten:

“Es wurde festgestellt, dass er in Finanzangelegenheiten der Anagold Madencilik A.Ş. lediglich an übergeordnete Stellen, die Führungskräfte von SSR Mining und die Führungskräfte der Çalık Holding berichtete und die diesbezügliche Koordination sicherstellte, jedoch technisch gesehen keine Befugnisse besaß; daher wurde festgestellt, dass er für den Unfall nicht verantwortlich ist.”


Nachrichtenquelle: 12punto

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