„Hakan-Şükür“-Krise in der Justiz: Neues Gesetz in Planung
Es wurde bekannt, dass der FETÖ-Flüchtige Hakan Şükür, der gegen Bürger, die ihn in sozialen Medien beleidigt haben, Schadensersatzklagen eingereicht hat, mit diesen Verfahren Einnahmen erzielt. Die gewonnenen Prozesse des auf der Terrorliste gesuchten Hakan Şükür haben in der Justiz zu einer Krise geführt.
Es kam ans Licht, dass der FETÖ-Flüchtige und ehemalige AKP-Abgeordnete Hakan Şükür einem Anwalt in der Türkei eine Vollmacht erteilt und Schadensersatzklagen gegen über tausend Bürger eingereicht hat, die ihn in sozialen Medien beleidigt haben.
Der Journalist Barış Terkoğlu berichtete bei Halk TV über die Hakan-Şükür-Krise in der Justiz.
GERICHTE SPRECHEN SCHADENSERSATZ ZU
„Ich dachte, diese Klagen würden ergebnislos bleiben“, sagte Terkoğlu und erklärte, dass die Gerichte die Bürger infolge dieser Verfahren dazu verurteilt hätten, Hakan Şükür Schadensersatz zu zahlen.
Doch nach diesen Urteilen wurde ein der Regierung nahestehender Anwalt aktiv. Wie Terkoğlu mitteilte, reichte dieser Anwalt beim Rat der Richter und Staatsanwälte (HSK) Beschwerde ein, mit dem Ziel, die Richter, die die Schadensersatzurteile gefällt hatten, ihres Amtes zu entheben sowie Ermittlungen und Gerichtsverfahren gegen sie einzuleiten.
„SIE WERDEN EIN HAKAN-ŞÜKÜR-GESETZ EINFÜHREN“
Terkoğlu wies auf den widersprüchlichen Zustand in der Justiz hin und äußerte sich wie folgt:
„Es gibt eine Systemkrise. Wenn Sie Hakan Şükür 50 Lira spenden, stellt Sie die Justiz wegen Unterstützung des Terrorismus vor Gericht, aber wenn Sie Hakan Şükür beleidigen, sagt die Justiz: ‚Zahlen Sie Hakan Şükür Schadensersatz‘. Was ist das für ein Widerspruch?
Innerhalb der AKP-Gemeinschaft wird über dieses Paradoxon diskutiert. Dem Interview des Justizministers zufolge werden sie dem Gesetz einen neuen Paragrafen hinzufügen. Jeder türkische Staatsbürger hat das Recht, bei Beleidigungen gegen sich Klage einzureichen. Ein neuer Paragraf wird hinzugefügt. Flüchtige, gegen die ein Haftbefehl vorliegt, werden persönlich erscheinen müssen, um diese Klage einzureichen.
Sie werden ein Hakan-Şükür-Gesetz einführen. Die Abgeordneten werden über das Hakan-Şükür-Gesetz abstimmen. Wird das türkische Justizsystem so gelöst werden? Werden sie von Fall zu Fall arbeiten und nur Pflaster verteilen? Die Türkei ist nicht einmal in der Lage, über die Lösung ihrer Probleme nachzudenken.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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