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Hat die Türkei Schweinefleisch aus dem Sudan importiert? Offizielle Stellungnahme veröffentlicht

Der Abgeordnete der İYİ-Partei, Turhan Çömez, behauptete, die Türkei habe vor fünf Monaten Schweinefleisch aus dem Sudan importiert.

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Hat die Türkei Schweinefleisch aus dem Sudan importiert? Offizielle Stellungnahme veröffentlicht

Das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft hat mit der Veröffentlichung der Namen von Unternehmen, die Lebensmittel fälschen oder verfälschen, eine neue Debatte ausgelöst. Die Diskussionen, die mit dem Bekanntwerden eines Berichts begannen, wonach in Proben der Kette Köfteci Yusuf Schweinefleisch nachgewiesen wurde, wurden durch die Behauptung des Abgeordneten der İYİ-Partei, Turhan Çömez, angeheizt, die Türkei habe Schweinefleisch aus dem Sudan importiert.

Çömez erklärte in einem Beitrag in den sozialen Medien: "Sie haben vor gerade einmal 5 Monaten ein Abkommen geschlossen, um zollfrei Schweinefleisch aus dem Sudan zu importieren. Warum sind wir also überrascht, dass in den Fleischbällchen eines berühmten Köfte-Restaurants Schweinefleisch gefunden wurde?"

OFFIZIELLE STELLUNGNAHME VERÖFFENTLICHT

Zu der Behauptung, die in kurzer Zeit zum Tagesgespräch wurde, liegt nun eine offizielle Stellungnahme vor. In der Erklärung heißt es: "Die in einigen Social-Media-Konten verbreiteten und in den Medien aufgegriffenen Behauptungen, wonach Schweinefleisch aus dem Sudan importiert wurde, sind vollkommen falsch." Die Stellungnahme führt weiter aus:

"Waren, die weltweit gehandelt werden, werden durch das sogenannte 'Harmonisierte System' (HS-Code) definiert und kodiert. Im Rahmen dieses Systems werden Schlachtnebenprodukte von Rindern, Schafen und Ziegen sowie Schlachtnebenprodukte anderer Tiere gemeinsam unter dem HS-Code 02.06 klassifiziert. Alle gehandelten Produkte werden mit einer Zollposition klassifiziert, und alle Abkommen enthalten Bewertungen zu allen Produkten, unabhängig davon, ob sie tatsächlich gehandelt werden oder nicht.

Das am 24. Dezember 2017 unterzeichnete, aber noch nicht in Kraft getretene Handels- und Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit dem Sudan enthält Tausende von HS-Codes. Dass HS-Codes aus der internationalen Klassifizierung in den Abkommen enthalten sind, bedeutet nicht, dass mit all diesen Produkten Handel getrieben wird.

Bei einer Untersuchung der Importdaten unseres Landes aus den vergangenen Jahren wird deutlich, dass keine Schlachtnebenprodukte der unter dem HS-Code 02.06 aufgeführten Tiere aus dem Sudan importiert wurden.

Andererseits zeigt ein Blick auf die internationalen Handelsstatistiken, dass der Sudan weder Schweinefleisch noch Schlachtnebenprodukte in irgendein Land der Welt exportiert.

Der Sudan ist flächenmäßig das 15.-größte Land der Welt und das drittgrößte Afrikas und wird sowohl als 'afrikanisches als auch als arabisches Land' bezeichnet. Gleichzeitig ist es dank der Mitgliedschaft in der COMESA (Gemeinsamer Markt für das Östliche und Südliche Afrika) und der Arabischen Liga ein wichtiges Tor für unsere Unternehmen zu den afrikanischen und arabischen Märkten.

Mit der vollständigen Umsetzung des Abkommens werden unsere landwirtschaftlichen und industriellen Produkte in einem breiten Spektrum, das 87 Prozent aller Tarifzeilen abdeckt, von den vorteilhaftesten Eintrittsbedingungen für den 47 Millionen Einwohner zählenden sudanesischen Markt profitieren und gleichzeitig wichtige Chancen für unser Land in Afrika eröffnen."


Nachrichtenquelle: 12punto

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