Schockierende Aussagen in der IBB-Untersuchung: 'Hüseyin Gün hat sich wie ein Blutegel festgebissen'
In der Untersuchung zu Datenanwendungen, bei der Mitarbeiter der Stadtverwaltung Istanbul (IBB) verhaftet wurden, erregten die Aussagen des inhaftierten Ulaş Yılmaz über den Informanten im Spionagefall, Hüseyin Gün, Aufmerksamkeit.
Im Rahmen der von der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul geführten Ermittlungen zu den Anwendungen "İstanbul Senin" und "İBB Hanem" wurden vier weitere IBB-Mitarbeiter verhaftet, womit die Gesamtzahl der Inhaftierten auf 10 stieg. Einer der Inhaftierten, Ulaş Yılmaz, wurde zu Hüseyin Gün befragt, der sich bereits wegen eines Spionagefalls in Haft befindet. Yılmaz äußerte sich zu dem Programm, das Hüseyin Gün der IBB zu einem überhöhten Preis verkaufen wollte.
DIE STAATSANWALTSCHAFTLICHE AUSSAGE VON ULAŞ YILMAZ
In seiner Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft erklärte Yılmaz, er habe eine negative Einschätzung zur Machbarkeit und zu den Kosten des von Hüseyin Gün vorgeschlagenen Programms abgegeben. Yılmaz sagte aus: "Da mir die Machbarkeit des von Hüseyin Gün vorgestellten Programms nicht glaubwürdig erschien, habe ich meine negative Einschätzung Necati Özkan mitgeteilt." Yılmaz fügte hinzu: "Ich sagte, dass die geplanten Arbeiten zur Verbesserung des kommunalen Dienstes mittels Beschwerdedaten nicht überzeugend seien."
"MACHEN WIR EINE DEMO UND WERDEN WIR IHN LOS"
Yılmaz berichtete, er habe in einem Gespräch mit Necati Özkan über Hüseyin Gün gesagt, dieser habe sich "bildlich gesprochen wie ein Blutegel festgebissen". Er habe vorgeschlagen: "Er möchte eine Demo präsentieren, hören wir es uns ein letztes Mal an, damit wir ihn loswerden." Yılmaz erklärte, dass er nach diesem Gespräch seine negative Einschätzung noch einmal bekräftigt habe und keine Notwendigkeit gesehen habe, an einem weiteren Treffen teilzunehmen.
NECATİ ÖZKAN: 'EINDRUCK EINES BETRÜGERS'
Necati Özkan erinnerte an zwei Treffen mit Hüseyin Gün im Jahr 2019 und sagte: "Während Unternehmen in der Türkei, die diese Arbeit leisten, monatlich 400 bis 500 Dollar verlangen, forderte Hüseyin Gün von uns etwa 3 bis 4 Millionen Dollar." Özkan erklärte: "Als ich das hörte, lehnten wir das Angebot ab. Die Person erweckte bei mir sogar den Eindruck eines Betrügers", und fügte hinzu, dass es nach der Ablehnung des Angebots zu einer kleinen Auseinandersetzung gekommen sei.
ICH HABE DAS ÖFFENTLICHE INTERESSE IMMER IN DEN VORDERGRUND GESTELLT
Ulaş Yılmaz setzte seine Verteidigung mit den Worten fort: "Es gab von meiner Seite niemals eine Forderung, die nicht mit dem KVKK (Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten) vereinbar war." Yılmaz betonte, dass er keinerlei Verbindung zu Themen wie der Übermittlung personenbezogener Daten ins Ausland, der Verknüpfung von Personendaten mit Standortinformationen oder der Beschaffung von Wahldaten habe und er von diesen Angelegenheiten nur so viel wisse, wie in der Presse berichtet wurde. Yılmaz erklärte, er habe das öffentliche Interesse stets in den Vordergrund gestellt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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