'Ich glaube, dass mein Onkel der Messias ist'
In Kayseri fand die erste Anhörung im Prozess gegen Yaşar Kılıçkaya und seine Nichte Zeynep Abdullah statt, die das Atatürk-Denkmal mit einer Axt beschädigt hatten.
In Kayseri fand die erste Anhörung im Prozess gegen Yaşar Kılıçkaya und Zeynep Abdullah statt, die das Atatürk-Denkmal mit einer Axt beschädigt hatten.
Bei der ersten Anhörung vor dem 14. Strafgericht erster Instanz in Kayseri waren der Angeklagte Kılıçkaya und seine Nichte Abdullah anwesend. Der Angeklagte Yaşar Kılıçkaya bestritt, die in der Anklageschrift aufgeführten Äußerungen wie 'Heute ist der Tag, um die Götzen zu stürzen' und 'Warum betet ihr diesen Mann aus Eisen an' getätigt zu haben. Er sagte: "Ich habe Atatürk persönlich nicht beleidigt. Er ist auch nur ein Mensch wie wir. Sein Schicksal liegt bei Gott. Ich habe kein Problem mit ihm. Ich habe gesagt: 'Betet keine Diener an'. Wir haben keine Anweisungen von irgendeiner Organisation erhalten. Ich hatte einfach den inneren Drang, so etwas zu tun. Zeynep sagte: 'Onkel, ich möchte auch mitkommen'.
'Tu es nicht; dein Kind ist klein, das wirst du nicht verkraften', sagte ich. Ich lehne alles ab, dem man folgt, außer Gott. Erhebt niemanden außer Gott zum Gott. Glaubt nur an Gott", sagte er.
'HÄTTE ICH GEWUSST, DASS SIE ES NICHT VERSTEHEN, HÄTTE ICH DIESE TAT NICHT BEGANGEN'
Kılıçkaya erklärte zudem, dass er sich in keiner psychologischen Behandlung befinde: "Ich bin vor Gott getreten und habe mit ihm gesprochen. Deshalb sehe ich mich selbst als 'Messias'. Diese Aktion war etwas, das wir uns vorher überlegt hatten. Ich habe nicht gesagt: 'Warum betet ihr diesen Mann aus Eisen an'. Ich wusste nicht, dass die Leute das so sehr verdrehen würden. Mein Ziel war es, den Menschen mit dieser Aktion den richtigen Weg zu zeigen. Ich wollte sicherstellen, dass sie niemanden außer Gott als erhaben ansehen. Hätte ich gewusst, dass sie es nicht verstehen würden, hätte ich diese Tat nicht begangen. Mein Ziel war es nur, die Menschen auf den richtigen Weg zu führen", sagte er.
'ICH GLAUBE, DASS MEIN ONKEL DER 'MESSIAS' IST'
Zeynep Abdullah, die erklärte, dass sie daran glaube, dass ihr Onkel der 'Messias' sei, sagte: "Wir haben in keiner Weise ein Objekt oder eine Person beleidigt. Wir haben uns an Abraham ein Beispiel genommen und auf die Götzen eingeschlagen. So wie ich an alle Propheten glaube und ihnen vertraue, glaube ich auch, dass mein Onkel der 'Messias' ist. Wir haben lediglich erklärt, dass es außer Gott keinen Erhabenen gibt und dass die Eigenschaften Gottes nicht auf andere übertragen werden können. Gott sei Dank habe ich keine psychologische Behandlung erhalten. Da ich die heiligen Schriften lese, wollte ich mich der Aktion meines Onkels anschließen. Wir haben Sätze gesagt wie 'Schreibt die Eigenschaften Gottes nicht seinen Dienern zu' und 'Es gibt keinen Größeren als Gott'", sagte sie.
ENTSCHEIDUNG ZUR FORTSETZUNG DER HAFT
Der vorsitzende Richter entschied in einem Zwischenbeschluss, die Angeklagten zur Feststellung ihrer Schuldfähigkeit in das Dr. Ekrem Tok Krankenhaus für psychische Gesundheit und Krankheiten in Adana zu überweisen.
Der Richter ordnete die Fortsetzung der Untersuchungshaft an, da die Taten der Angeklagten in der Gesellschaft für Empörung gesorgt hätten und die psychiatrischen Gutachten noch nicht beim Gericht eingegangen seien; die Verhandlung wurde vertagt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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