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Ilber Ortaylı kritisiert deutsche Ministerin: „Sie hat provokative Verhaltensweisen“

Der Historiker Prof. Dr. Ilber Ortaylı äußerte sich zur deutschen Innenministerin Nancy Faeser, die erklärt hatte, dass „Symbole türkischer Rechtsextremisten in unseren Stadien nichts zu suchen haben“. Ortaylı bezeichnete Faeser als „leider keine ernstzunehmende Sicherheitsministerin“ und kritisierte: „Sie hat provokative Verhaltensweisen. Es ist sehr beschämend, sich bis in Fußballspiele einzumischen.“

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Ilber Ortaylı kritisiert deutsche Ministerin: „Sie hat provokative Verhaltensweisen“

Die Nachwirkungen des Torjubels des Fußballers Merih Demiral mit dem „Graue Wölfe“-Symbol beim Sieg der türkischen A-Nationalmannschaft gegen Österreich halten an.

Prof. Dr. Ilber Ortaylı verfasste einen Artikel über die Haltung Deutschlands nach dem Sieg gegen Österreich, bei dem der Fußballer Merih Demiral während der von Deutschland ausgerichteten EURO 2024 das „Wolfsgruß“-Symbol gezeigt hatte.

Ortaylı kritisierte Deutschland und die deutsche Innenministerin Nancy Faeser, die gesagt hatte: „Symbole türkischer Rechtsextremisten haben in unseren Stadien nichts zu suchen“. Er bezeichnete Faeser als „leider keine ernstzunehmende Sicherheitsministerin“ und fügte hinzu: „Sie hat provokative Verhaltensweisen.“ Ortaylı sagte: „Es ist sehr beschämend, sich bis in Fußballspiele einzumischen.“

„KEINE ERNSTZUNEHMENDE SICHERHEITSMINISTERIN, SIE HAT PROVOKATIVE VERHALTENSWEISEN“

In den entsprechenden Abschnitten seines Artikels mit dem Titel „Die Deutschen“ äußerte sich Ortaylı wie folgt:

Beim Sieg gegen Österreich lief unser Spieler Merih Demiral eine Ehrenrunde und zeigte dabei das ‚Wolfsgruß‘-Symbol, vielleicht spontan, vielleicht als Reaktion auf diejenigen, die ihn von den Tribünen aus grüßten. Dies ist keine in der Türkei so weit verbreitete Praxis, wie die deutsche Bundesministerin es fälschlicherweise von ihrem eigenen Geheimdienst gelernt hat. Selbst wenn es so wäre, ist es eine Verhaltensweise unseres Landes. Hier sehen Sie die Nachteile, kein großer Staat zu sein; erstens erhält man falsche und unvollständige Informationen. Zweitens gehört das Spielfeld zwar Ihrem Land, aber Sie haben es für internationale Wettbewerbe geöffnet. In diesem Moment hört es ein wenig auf, Ihr eigener Ort zu sein. Man kann nicht jedem, der kommt, beibringen, wie er sich zu verhalten hat. Die deutsche Innenministerin ist leider keine ernstzunehmende Sicherheitsministerin, sie hat provokative Verhaltensweisen. Ich sage es unserem edlen Volk: Wir mögen die alte deutsche Kultur, sie ist heute zwar keine internationale Sprache mehr, aber sie war eine wichtige Sprache für die Philosophie, Geschichte, technischen Wissenschaften und Medizin des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Doch niemand sollte Deutschland als ein Land wie die Wiege der Demokratie betrachten. Diese Entwicklung ist nicht einfach. Es ist nicht leicht, sich von den Katastrophen vor 50 Jahren zu reinigen. Die Deutschen müssen zunächst die Exzesse ihrer weit verbreiteten und verrückten Gruppen, die sich Alternative Partei nennen, kontrollieren. Deutschland greift zu billigen Politiker-Phrasen, um seinen negativen Ruf in der Geschichte und seinen derzeit aufkommenden Faschismus zu vertuschen. Eines der Ziele dieser Demagogie ist die Türkei; es müssen kühle und entschlossene Antworten gegeben werden. Langfristig können die Propagandapolitiken des Bundesinnenministeriums nicht Bestand haben.

„Es ist sehr beschämend, sich bis in Fußballspiele einzumischen. Wir sind nicht bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin. Es wäre nicht angenehm, wenn Sie sich zu sehr über die spezifischen Gesten derjenigen aufregen, die in Ihr Haus kommen, andernfalls können Sie keine internationalen Wettbewerbe ausrichten“, so Ortaylı, der in seinem Artikel weiter ausführte:

In der Gegendarstellung des Außenministeriums wurde darauf hingewiesen, dass dieses Symbol vom Bundesamt für Verfassungsschutz in Deutschland nicht als Straftat angesehen wird. Anscheinend hat das Bundesinnenministerium intern einige ungelöste Probleme, etwa hinsichtlich der Kompetenz der Juristen.

 

WAS WAR PASSIERT?

Die UEFA hatte Merih Demiral wegen des Wolfsgrußes, den er nach seinen Toren im Spiel gegen Österreich gezeigt hatte, für 2 Spiele gesperrt.
Die deutsche Innenministerin Nancy Faeser hatte sich auf ihrem Social-Media-Konto X zum Wolfsgruß von Merih Demiral geäußert.
Faeser erklärte in ihrem Beitrag auf X: „Symbole türkischer Rechtsextremisten haben in unseren Stadien nichts zu suchen. Die Fußball-Europameisterschaft als Plattform für Rassismus zu nutzen, ist völlig inakzeptabel. Wir erwarten, dass die UEFA den Fall untersucht und Sanktionen prüft.“

Nachrichtenquelle: 12punto

İlber Ortaylı Deutschland Bozkurt