Imamoğlus Antwort an Minister Tunç auf den Vorwurf des „Fingerzeigens“: „Wer wie du die Justiz beeinflusst...“
Der Bürgermeister der Stadtverwaltung Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, reagierte auf die Äußerungen von Justizminister Yılmaz Tunç, der ihm vorgeworfen hatte: „Niemand darf der Justiz mit dem Finger drohen.“
Der Bürgermeister der Stadtverwaltung Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, hat sich in einer Erklärung zu dem gegen ihn laufenden sogenannten „Ahmak-Prozess“ (Dummkopf-Prozess) geäußert und dabei die Worte „Ich fordere euch heraus“ verwendet.
Justizminister Yılmaz Tunç antwortete auf İmamoğlus Worte mit den Worten: „Niemand darf der Justiz mit dem Finger drohen. Das ist ein unangemessenes Verhalten. Man kann nicht einfach dort stehen und mit dem Finger drohend die Justizangehörigen beeinflussen.“
„ICH HABE NICHT DER JUSTIZ MIT DEM FINGER GEDROHT“
Die Antwort von İmamoğlu an Minister Tunç ließ nicht lange auf sich warten.
„Ich habe nicht der Justiz mit dem Finger gedroht, sondern dir“, sagte İmamoğlu und fügte hinzu: „Ich habe den Regierungsmitgliedern mit dem Finger gedroht, die wie du die Justiz beeinflussen. Dieser Finger ist nicht mein Finger, sondern der Finger des Volkes. Sein Platz ist die Wahlurne, und ihr werdet gezwungen sein, zur Wahlurne zu gehen. Ihr werdet gehen müssen, noch bevor der Kassationsgerichtshof ein Urteil fällt.“
WAS WAR PASSIERT?
Der İBB-Bürgermeister Ekrem İmamoğlu hatte in einer Fernsehsendung auf die Behauptung reagiert, dass ihm im Berufungsverfahren des „Ahmak“-Prozesses ein politisches Betätigungsverbot drohe.
Imamoğlu hatte sich zu dem Prozess, in dem er wegen „Beleidigung eines Amtsträgers aufgrund seiner Tätigkeit“ zu 2 Jahren, 7 Monaten und 15 Tagen Haft verurteilt wurde, wie folgt geäußert: „Ich fordere euch heraus. Wollt ihr eine Strafe verhängen? Bitte, tut es. Ich verspreche euch: Dieses Volk wird aufstehen. Dieses Volk wird euch nicht einmal die Zeit lassen, bis der Kassationsgerichtshof ein Urteil fällt, sondern euch nach Hause schicken. Die Methode dafür ist klar. Es wird zu vorgezogenen Neuwahlen kommen.“
Minister Tunç hatte auf İmamoğlus Worte mit der Antwort reagiert: „Es steht niemandem gut zu Gesicht, drohende Worte gegen ein laufendes Verfahren zu äußern. Niemand darf der Justiz mit dem Finger drohen. Das ist ein unangemessenes Verhalten. Man kann nicht einfach in Fernsehsendungen auftreten, mit den Armen fuchteln und Justizangehörige bedrohen. Justizentscheidungen können natürlich kritisiert werden. Nachdem die Justiz eine Entscheidung getroffen hat, führt Kritik letztlich dazu, dass die Justiz das Beste erreicht. Man kann nicht einfach dort stehen und mit dem Finger drohend die Justizangehörigen beeinflussen.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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