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Scharia-Flaggen in Diyarbakır entrollt: Von der Hisbullah gegründete Stiftung organisierte Siyer-Wettbewerbe an Schulen

Die Forderungen nach der Scharia durch die HÜDA PAR, die bei den Parlamentswahlen der Volksallianz (Cumhur İttifakı) beitrat und vier Abgeordnete stellte, sowie durch ihr nahestehende Organisationen nehmen zu. Die von der Hisbullah gegründete Peygamber Sevdalıları Vakfı (Stiftung der Prophetenliebhaber) hat in Diyarbakır Scharia-Plakate aufgehängt.

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Scharia-Flaggen in Diyarbakır entrollt: Von der Hisbullah gegründete Stiftung organisierte Siyer-Wettbewerbe an Schulen

Ercan KÜÇÜK - 12punto.com.tr

Die von der Hisbullah gegründete und für ihre Nähe zur HÜDA PAR bekannte Organisation „Peygamber Sevdalıları“ hat in Diyarbakır an Stadtmauern, Straßen und Überführungen Plakate mit der Aufschrift „Es lebe die Scharia“ aufgehängt. Die Stiftung hat zudem in Schulen in 71 Provinzen vom Bildungsministerium (MEB) genehmigte Siyer-Wettbewerbe (Wettbewerbe über das Leben des Propheten) organisiert, die in ihrem Format an ÖSYM-Prüfungen erinnern.

DIE ENKEL VON SCHEICH SAID

In einem Video, das von einem Profil namens Diyarbakır Peygamber Sevdalıları Derneği geteilt wurde, ist zu sehen, wie Plakate mit den Aufschriften „Scharia ist Gerechtigkeit, Wahrheit und Freiheit. Es lebe die Scharia!“ und „Tausende unserer Leben, tausende unserer Häupter seien geopfert“ entrollt werden. In dem Beitrag heißt es zudem: „Die Enkel des Märtyrers Scheich Said haben heute von den Mauern von Amed aus die laute Stimme der Scharia verkündet. Auch wir antworten auf diesen Ruf mit all unserer Kraft: Lebbeyk (Wir sind bereit). Es lebe die Scharia!“

An der Gründung der Peygamber Sevdalıları Vakfı war mit Mustazaf-Der der zivilgesellschaftliche Arm der Terrororganisation Hisbullah beteiligt. Die Peygamber Sevdalıları Platformu, die nach der „Kundgebung für den Respekt gegenüber unserem Propheten“, welche Mustazaf-Der am 12. Februar 2006 infolge der Karikaturenkrise in Dänemark 2005 in Diyarbakır organisiert hatte, durch den Zusammenschluss von Umut Kervanı, İhya-Der und Dutzenden weiteren reaktionären Organisationen entstand, ging 2018 in den Prozess der Stiftungsgründung über.

VORSITZENDER RUFT ZU DSCHIHAD UND KURDISTAN AUF

Der Vorstand der Stiftung wurde bei einem Kongress am 17. Oktober neu gewählt; neuer Vorsitzender wurde Mehmet Beşir Şimşek. Şimşek ist laut Medienberichten zudem stellvertretender Vorsitzender der Âlimler ve Medreseler Birliği (Union der Gelehrten und Medresen), deren Vorsitzender der ehemalige Iran-Verantwortliche der Hisbullah, Enver Kılıçarslan, ist und die im Osten illegale Medresen-Aktivitäten betreibt.

Şimşek verwendet auch den Titel „Mela/Mele“, was für kurdische Religionsgelehrte steht, die in Regionen wie dem Osten und Südosten inoffiziell als Imame fungieren. Auf seinem Social-Media-Konto nutzt er den Namen Mela Beşir Şimşek. Şimşek ruft zudem häufig zum Dschihad auf.

Bei einem im Oktober 2023 in Diyarbakır abgehaltenen 8. Gelehrtentreffen, an dem Namen aus verschiedenen Ländern teilnahmen, forderten die Teilnehmer, dass Kurdisch Amtssprache wird. Şimşek sagte dort gegenüber Rûdaw: „Wir wollen, dass Kurdisch wie Türkisch eine Bildungssprache ist. Gesetzlich sollte dies so sein. Wir sagen, dass Kurdisch neben Türkisch die zweite Amtssprache werden sollte. Dies muss rechtlich anerkannt werden. Auch in der Zeit der Osmanen gab es eine Geografie namens Kurdistan. Dieser Umstand muss akzeptiert werden.“

BILDUNGSMINISTERIUM GAB GRÜNES LICHT UND ERLAUBTE ZUGANG ZU SCHULEN

Die von der Hisbullah gegründete Peygamber Sevdalıları Vakfı erhielt, wie ähnliche reaktionäre Strukturen, mit Unterstützung des Bildungsministeriums (MEB) Zugang zu Schulen. Die Stiftung beantragte beim MEB die Durchführung eines Wettbewerbs mit dem Titel „Lies ihn, lebe ihn“ an Grund- und weiterführenden Schulen. Der Generaldirektor für Sekundarschulbildung, Halil İbrahim Topçu, genehmigte diesen Wettbewerb. Der Wettbewerb fand am 11. Februar an Schulen unter der Aufsicht des MEB in 71 Provinzen statt.

Bei der Prüfung, bei der insgesamt 1.300 verschiedene Preise, darunter Tablets, Fahrräder und Viertelgoldmünzen, vergeben werden sollen, werden die fünf besten Teilnehmer, darunter zwei Schüler, zur Umra geschickt. Der Wettbewerb wurde in vier Kategorien nach einem Format durchgeführt, das den Prüfungen der ÖSYM ähnelt. Laut den auf der Website der Stiftung veröffentlichten Informationen wurden die Kategorien wie folgt festgelegt:

1. Kategorie: (Schüler der 4. und 5. Klasse)

2. Kategorie: (Schüler der 6., 7. und 8. Klasse)

3. Kategorie: Gymnasiasten (9., 10., 11. und 12. Klasse) sowie Personen, die keine formale Bildung besuchen und 2008 oder später geboren sind

4. Kategorie: Sonstige (außerhalb der genannten Bildungsstufen)


Nachrichtenquelle: Ercan Küçük

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