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14.012

Italienische Gewerkschaften fordern Außenministerium zum Handeln für das Liceo Italiano in Istanbul auf: „Es muss dringend gehandelt werden“

Die führenden italienischen Gewerkschaften FLC CGIL und ANIEF haben einen dringenden Appell an das italienische Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit (MAECI) gerichtet, um die Verwaltungskrise und die Unsicherheiten am Liceo Italiano in Istanbul zu beheben.

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Italienische Gewerkschaften fordern Außenministerium zum Handeln für das Liceo Italiano in Istanbul auf: „Es muss dringend gehandelt werden“

Cenk Başboğaoğlu - 12punto.com.tr

Die Unregelmäßigkeiten an einer der traditionsreichsten Bildungseinrichtungen Istanbuls, dem Liceo Italiano, sind in den Fokus der italienischen Gewerkschaften gerückt. 

In einem gemeinsamen Bericht der Gewerkschaften FLC CGIL und ANIEF wird auf den gravierenden administrativen Zusammenbruch der Schule vor Beginn des neuen Schuljahres hingewiesen und die Behörden zu sofortigem Handeln aufgefordert.

„123 TAGE STREIK UND PRÜFUNGSPROZESS HABEN DIE KRISE VERSCHÄRFT“

Im Bericht wird daran erinnert, dass das lokale Personal der Schule aufgrund von Arbeitsbedingungen und Forderungen nach Arbeitnehmerrechten 123 Tage lang gestreikt hat. Es wird darauf hingewiesen, dass chronische Probleme sowie schwerwiegende administrative Mängel, die bei offiziellen Inspektionen durch das türkische Bildungsministerium festgestellt wurden, die Krise weiter verschärft haben. Mit dem Entzug der Arbeitserlaubnis des damaligen Schulleiters nach den Inspektionen habe das Führungsvakuum in der Einrichtung seinen Höhepunkt erreicht.

VOR DEM NEUEN SCHULJAHR FEHLEN ANSPRECHPARTNER

Die Gewerkschaften betonten, dass die Verantwortlichen des MAECI angesichts der Krise schweigen und gewerkschaftliche Gesprächsgesuche unbeantwortet lassen. 

In ihrer Erklärung listen die italienischen Gewerkschaften die Hauptprobleme der Schule kurz vor Beginn des neuen Schuljahres wie folgt auf:

—Es wurde kein Nachfolger für den Schulleiter ernannt, dessen Amtszeit abgelaufen ist, und die Unsicherheit bezüglich der Vertretung in der Verwaltungs- und Buchhaltungsleitung hält an.

—Ein offizieller und klarer Kalender für den Unterrichtsbeginn, Lehrerkonferenzen und den grundlegenden akademischen Betrieb wurde noch nicht veröffentlicht.

—Es wurde berichtet, dass für den Status und die Zukunft des lokalen Personals, das an früheren Aktionen teilgenommen hat, keine institutionelle Garantie gegeben wurde.

AUFRUF AN DAS AUSSENMINISTERIUM

FLC CGIL und ANIEF forderten das italienische Außenministerium auf, die Verwaltung der Schule zu übernehmen und einen Krisenstab einzurichten. In der Erklärung wurde betont, dass rechtliche, finanzielle und administrative Stabilität unverzüglich gewährleistet werden müsse, um das Ansehen der italienischen Bildung im Ausland zu wahren.

Unterdessen hat 12punto aufgedeckt, dass der Schulleiter Giuseppe Finocchiaro an ein italienisches Gymnasium in Paris versetzt wurde. Die italienischen Gewerkschaften forderten in ihrem Appell an das Außenministerium eine Erklärung zur administrativen Transparenz bezüglich der Versetzung des ehemaligen Schulleiters nach Paris. 

Insbesondere da Paris ein Dienstort in einem anderen Sprachraum sei als das ursprünglich vorgesehene Johannesburg, müsse offengelegt werden, auf Basis welcher Kriterien und welcher administrativen Verfahren diese Entscheidung getroffen wurde.

WAS WAR PASSIERT?

Nach dem 123-tägigen rechtmäßigen Streik, der für die Lehrer erfolgreich endete, hatte die Schulleitung gewerkschaftlich organisierte und am Streik beteiligte Lehrkräfte mit unbegründeten und haltlosen Vorwürfen einzeln entlassen.

Der Schulleiter des Liceo Italiano in Istanbul, Giuseppe Finocchiaro, dessen Dienstverhältnis vom Bildungsministerium beendet wurde und der durch sein Vorgehen gegen die Lehrkräfte in die Schlagzeilen geraten war, wurde an ein italienisches Gymnasium in Paris versetzt.


Nachrichtenquelle: Cenk Başboğaoğlu

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