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Jetzt trifft es den Ortsvorsteher: Zwangsverwalter in Ardahan eingesetzt!

Nachdem die Einsetzung von Zwangsverwaltern in Kommunalverwaltungen mit Esenyurt begonnen hatte, ist nun auch das Amt des Ortsvorstehers (Muhtar) betroffen. Anstelle von Şah İsmail Göyük, dem Ortsvorsteher des Dorfes Burmadere im Bezirk Damal in Ardahan, wurde ein Zwangsverwalter eingesetzt. Anstelle von Göyük wurde der Leiter der Provinzverwaltung, Yasin Zorlu, zum kommissarischen Ortsvorsteher ernannt.

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Jetzt trifft es den Ortsvorsteher: Zwangsverwalter in Ardahan eingesetzt!

Die Welle der Zwangsverwaltungen, die mit der Gemeinde Esenyurt begann und auf zahlreiche weitere Stadt- und Bezirksverwaltungen ausgeweitet wurde, hat nun mit einem Ortsvorsteheramt einen neuen Tiefpunkt erreicht. Anstelle von Şah İsmail Göyük, dem Ortsvorsteher des Dorfes Burmadere im Bezirk Damal in Ardahan, wurde der Leiter der Provinzverwaltung, Yasin Zorlu, als Zwangsverwalter eingesetzt. 

Der Journalist Barış Yarkadaş gab die Nachricht von der Zwangsverwaltung über eine Social-Media-Plattform bekannt. 

BEGRÜNDUNG WIEDERUM TERROR 

Der Journalist Yarkadaş berichtete von einem Gespräch, das er mit Şah İsmail Göyük geführt hatte. Laut Yarkadaş äußerte sich Göyük zu dem Thema wie folgt: 

„Vor etwa einem bis eineinhalb Monaten wurden wir zu einer Sitzung in das Gouverneursamt von Ardahan eingeladen. Alle Ortsvorsteher, in deren Dorf sich ein Cemevi befindet, waren geladen. Wir sind Aleviten. Bei diesem Treffen sagte eine Dame aus dem Innenministerium: ‚Der Bedarf der Cemevleri wird vom Kulturministerium gedeckt. Schreiben Sie uns Ihre Bedarfsliste auf.‘ 

Ich habe mich dafür bedankt, aber auch Einspruch erhoben. Mein Einspruch richtete sich dagegen, dass die Cemevleri dem Kulturministerium unterstellt werden sollen. Ich sagte zu der Beamtin: ‚Wir sind keine Tanzschule oder Musikschule. Wir machen auch kein Ballett. Was haben wir mit dem Kulturministerium zu tun? Cemevleri sind Glaubenszentren. Wir brauchen dieses Geld nicht.‘ Als die Diskussion etwas länger dauerte, kamen wir auf Themen wie ‚gleiche Staatsbürgerschaft‘ und ‚Warum gibt es keinen einzigen alevitischen Gouverneur?‘ zu sprechen. Einige Ortsvorsteher reichten die geforderten Unterlagen ein. Ich habe ihnen gegenüber reagiert: ‚Ihr macht einen Fehler. Selbst eure Kinder werden euch deswegen verklagen.‘ Das Treffen endete und wir kehrten in unsere Dörfer zurück. Etwa einen Monat nach dem Treffen wurde ich aufgrund eines Beitrags in meinen sozialen Medien festgenommen und zur Terrorabwehr gebracht.

GEDENKEN AN MAHİR, DENİZ UND KAYPAKKAYA ALS STRAFTAT GEWERTET

Bei der Terrorabwehr wurde mir mein Beitrag über die Anführer der 68er-Generation als Straftatbestand vorgelegt. Das Gedenken an Mahir, Deniz und Kaypakkaya wurde als Straftat ausgelegt. Ich erklärte, dass dies keine Straftaten seien und ich als Kind einer armen Bauernfamilie Sympathien für die Anführer der 68er hege. Ich bin Mitglied der CHP. Das habe ich sowohl bei der Polizei als auch bei der Staatsanwaltschaft gesagt. Die Staatsanwaltschaft beantragte meine Verhaftung. Angeblich hätte ich Propaganda für eine Terrororganisation betrieben. Ich habe die Vorwürfe zurückgewiesen. Mein Prozess findet am 9. Dezember statt. Gestern wurde ein Beamter als Zwangsverwalter an meine Stelle gesetzt. Ich bin gerade mit den Dorfbewohnern im Kaffeehaus. Niemand erkennt den Zwangsverwalter als legitim an. Ich habe kein Verbrechen begangen. Die Zwangsverwaltung muss rückgängig gemacht werden. Ich möchte in mein Amt zurückkehren. Ich werde das Thema auch unserer Partei vortragen.“


Nachrichtenquelle: 12punto

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