Justizminister Tunç zur TÜSİAD-Erklärung: 'Vor der Rede unseres Präsidenten...'
Justizminister Yılmaz Tunç äußerte sich in einer Fernsehsendung zu den Ermittlungen gegen die TÜSİAD. Minister Tunç erklärte: "Es gab keinen Haftbefehl gegen die TÜSİAD-Vorsitzenden. Zudem haben die Ermittlungen nicht erst gestern begonnen, sondern bereits vor der Rede unseres Präsidenten."
Die Ereignisse im Zusammenhang mit den eingeleiteten Ermittlungen gegen den Vorstandsvorsitzenden des Türkischen Industrie- und Unternehmensverbandes (TÜSİAD), Orhan Turan, und den Vorsitzenden des Hohen Beirats (YİK), Ömer Arif Aras, bleiben ein zentrales Thema. Justizminister Yılmaz Tunç äußerte sich zur Freilassung der beiden unter gerichtlichen Auflagen, nachdem sie im Rahmen der Ermittlungen, die aufgrund ihrer Kritik an der Regierung während der Generalversammlung des Verbandes eingeleitet wurden, ihre Aussagen gemacht hatten.
Minister Tunç sagte gegenüber TGRT Haber: "Es gab keinen Haftbefehl gegen die TÜSİAD-Vorsitzenden. Zudem haben die Ermittlungen nicht erst gestern begonnen, sondern bereits vor der Rede unseres Präsidenten. Die Aussageaufnahme fiel auf den gestrigen Tag. Die Ermittlungen werden fortgesetzt. Unser Präsident ist ebenfalls detailliert auf das Thema eingegangen. Nichtregierungsorganisationen können ihre Meinungen frei äußern. Die TÜSİAD hat versucht, die laufenden Ermittlungen zu beeinflussen. Unser Präsident hat dieses Thema angesprochen und seine Reaktion zum Ausdruck gebracht. Wir betonen, dass die Türkei die in den Reden der TÜSİAD-Führungskräfte geäußerten Punkte nicht verdient hat".
Tunç antwortete wie folgt auf die Kritik der TÜSİAD bezüglich der Zwangsverwalter:
"Sie versuchten, mit konkreten Beispielen auszudrücken, dass es in der Türkei keine Rechtssicherheit gebe, und wiesen auf Mängel hin. Indem sie die von der Justiz durchgeführten Ermittlungen ansprachen und behaupteten, dies würde die 'Rechtssicherheit untergraben', entstand eine große Gruppe, die glaubte, dass auch versucht werde, die laufenden Ermittlungen zu beeinflussen.
Gegen einige Bürgermeister der DEM-Partei und der CHP wurden aufgrund von Terrorverbindungen vorübergehende Abberufungen vorgenommen. Es gibt Bürgermeister, gegen die Terrorermittlungen laufen. Es gibt keinen Bürgermeister, der ohne Grund seines Amtes enthoben und durch einen Zwangsverwalter ersetzt wurde. Das sagt der TÜSİAD-Vorsitzende. Die TÜSİAD sollte sagen: 'Die Türkei produziert'. Die Entscheidung über die eingeleiteten Ermittlungen liegt bei der Justiz. Sie sagen: 'Anstelle gewählter Bürgermeister werden Zwangsverwalter eingesetzt, das ist nicht richtig'. Die Abberufung gewählter Bürgermeister und die Vornahme von Neubesetzungen ist in unserer Verfassung verankert. Ein Teil der Bürgermeister wird wegen Terrorismus des Amtes enthoben, ein anderer Teil wegen Korruption... Bei den Gemeinden der CHP und der DEM-Partei handelt es sich eigentlich nicht um Zwangsverwalter, sondern um vorübergehende Beauftragungen; gegen sie laufen Ermittlungen im Zusammenhang mit Terrorismus."
Nachrichtenquelle: 12punto
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