Kızılay, das im Erdbeben Zelte verkaufte, überhäuft TÜGVA mit Verpflegung
Die Sommerschule der regierungsnahen TÜGVA fand im Beşiktaş Tüpraş Stadion statt. Bei der Veranstaltung, die durch strenge Sicherheitsvorkehrungen auffiel, wurde beobachtet, dass der Türkische Rote Halbmond (Kızılay), der durch den Verkauf von Zelten während des Erdbebens einen großen Skandal ausgelöst hatte, den Teilnehmern kostenlose Verpflegung anbot.
Der AKP-Vorsitzende und Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan, dessen Sohn Bilal Erdoğan im hohen Beirat der Türkiye Gençlik Vakfı (TÜGVA) sitzt, hielt das Finale des Sommerschulprogramms im Beşiktaş TÜPRAŞ Stadion in Istanbul ab. Staatspräsident Erdoğan nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil, die gestern um 17.00 Uhr begann.
Wie Cumhuriyet berichtet, wurden vor und während der Veranstaltung umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen in der Region getroffen. In der Umgebung des Stadions boten einige fliegende Händler neben türkischen Flaggen auch grüne Flaggen mit drei Halbmonden sowie Wimpel mit Göktürk-Symbolen zum Verkauf an. Unter den Teilnehmern wurden Behauptungen verbreitet, dass „denjenigen, die grüne Flaggen mit drei Halbmonden trugen, der Einlass erleichtert wurde“.
Der Türkische Rote Halbmond (Kızılay), der während der Erdbeben vom 6. Februar mit Zentrum in Kahramanmaraş Zelte verkaufte, verteilte kostenlose Snacks und Getränke an die Teilnehmer der TÜGVA-Veranstaltung. Auf dem Fahrzeug, in dem Kızılay-Freiwillige im Einsatz waren, war die Aufschrift „Müge Anlı ve Dostları Mobil Aşevi“ (Mobile Suppenküche von Müge Anlı und Freunden) zu lesen. Auch die Marke Alpedo, deren Eigentümer Sami Kervancıoğlu und Mustafa Pekel sind und die durch den Tod von 35 Menschen infolge illegaler Umbauten in ihren Konditoreien während derselben Erdbeben in die Schlagzeilen geraten war, verteilte bei der Veranstaltung kostenloses Eis. Die Stadtverwaltung von Başakşehir bot Tee und verschiedene Erfrischungen an. Während der gesamten Veranstaltung wurde in der Umgebung zudem kostenlos Wasser verteilt.
Neben Personen, die TÜGVA-Westen trugen, fiel in der Umgebung des Stadions auch die Anwesenheit von Personen in Zivilkleidung sowie ausländischen Staatsangehörigen auf. Es wurde beobachtet, dass ein Großteil der Teilnehmer den nach dem Verzehr der angebotenen Speisen entstandenen Müll einfach auf den Boden warf.
Nachrichtenquelle: 12punto
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