Klage wegen 'giftiger Substanzen' gegen Inhaberin von 80 Schönheitszentren
Gegen Sevim Alan, die in der gesamten Türkei zahlreiche Schönheitszentren betreibt, wurde Klage wegen 'Herstellung und Handel mit giftigen Substanzen' sowie 'Herstellung von Medikamenten auf eine Weise, die die Gesundheit von Personen gefährdet' eingereicht.
Wie Dinçer Gökçe von Halk Tv berichtet, wurde die Untersuchung der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul Anadolu gegen Sevim Alan, die wie die inhaftierten Neslim Güngen und Dilan Polat zahlreiche Schönheitszentren besitzt, sowie ihren geschiedenen Ehemann Tufan Alan abgeschlossen.
In der Anklageschrift vom 23. September tritt eine Frau aserbaidschanischer Herkunft namens Saadat Mehdiyeva als Klägerin auf. Zwischen Mehdiyeva und Alan besteht unterdessen eine Reihe gegenseitiger Strafanzeigen.
Sevim Alan betreibt etwa 80 Schönheitszentren, die ihren Namen tragen.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen gegen Sevim Alan und ihren Ehemann steht der Umstand, dass die Produkte, die unter der Marke 'SA Goldensa' in zahlreichen Schönheitszentren verwendet und auch auf verschiedenen E-Commerce-Seiten verkauft werden, nicht im Produktverfolgungssystem (ÜTS) des Gesundheitsministeriums registriert sind.
Im Rahmen der Ermittlungen erstellte ein Sachverständigengutachten folgende Feststellungen zu den Produkten:
"Die auf den Verpackungen der Kosmetikprodukte erforderlichen Angaben zur Produktformulierung fehlen. Mindesthaltbarkeit und Lagerfähigkeit sind nicht angegeben. Besondere Anwendungshinweise fehlen. Chargennummer und Seriennummer sind nicht aufgeführt. Der Importeur oder Exporteur ist nicht genannt. Die Zulassungsnummer und die Genehmigungsnummer des Gesundheitsministeriums fehlen. Es liegen keine Registrierungen im ÜTS des Gesundheitsministeriums vor."
'WIR HABEN ETWA 80 DOKUMENTE DAZU'
Im Bericht wurde vermerkt, dass die Markenanmeldung für SA Goldensa zwar erfolgt sei.
Sevim Alan, die im Rahmen der Ermittlungen vernommen wurde, erklärte: "Meine Produkte sind im ÜTS registriert. Produktsicherheitsberichte liegen vor. Alle Produkte sind Lohnfertigungen. Ich stelle selbst keine Produkte her. In allen meinen Filialen wurden diesbezügliche Prüfungen durch das Gesundheitsministerium durchgeführt. Ich habe Dokumente erhalten, die belegen, dass es keine Unregelmäßigkeiten gibt. Wir haben etwa 80 solcher Dokumente."

Gegen Sevim Alan und ihren Ex-Ehemann wurden zwei separate Anklagepunkte erhoben.
Sevim Alan, die Vorwürfe gegen die Anwältin der Klägerin Saadat Mehdiyeva, Leman Türkmenoğlu, erhob, sagte in ihrer weiteren Aussage: "Das eigentliche Ziel dieser Personen ist es, Geld von mir zu erpressen. Die Personen forderten von mir 4 Geschäfte und 350.000 Dollar. Seyhan Soylu hat dieses Geld von mir verlangt, und ich habe auch Nachrichten dazu." Alan merkte an, dass sie diesbezüglich Strafanzeige erstattet habe.
Tufan Alan, der ebenfalls vernommen wurde, erklärte: "Der Schönheitssalon wird von meiner Ex-Frau Sevim Alan betrieben. Ich habe keine Kenntnis von den Vorfällen. Es gibt bereits frühere Anzeigen derselben Personen gegen mich. Ich habe keinerlei Verbindung zu diesem Schönheitssalon; solche Anzeigen erfolgen nur, weil er von meiner Ex-Frau betrieben wird."
Nachrichtenquelle: 12punto
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