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Kommissionsmitglieder fordern rechtliche Absicherung für Imralı-Besuch: Erinnerung an Sırrı Süreyya Önder

Die Möglichkeit eines Besuchs auf Imralı hat bei den Kommissionsmitgliedern ernsthafte Besorgnis ausgelöst. Die Abgeordneten verweisen auf den Fall von Sırrı Süreyya Önder, der aufgrund seiner Rolle im früheren Lösungsprozess angeklagt und inhaftiert wurde, und fordern nun eine klare rechtliche Absicherung, um nicht in eine ähnliche Situation zu geraten.

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Kommissionsmitglieder fordern rechtliche Absicherung für Imralı-Besuch: Erinnerung an Sırrı Süreyya Önder

MHP-Chef Devlet Bahçeli hat erklärt, dass die im türkischen Parlament (TBMM) eingerichtete Kommission im Rahmen des von ihm initiierten zweiten Öffnungsprozesses den Terroristenführer Abdullah Öcalan anhören sollte.

Bahçeli äußerte sich bei der Fraktionssitzung seiner Partei am 4. November wie folgt: „Dass die aus der Kommission gewählten Abgeordneten nach Imralı reisen und die benötigten Botschaften aus erster Hand und direkt empfangen, wird den Prozess stärken. Die MHP ist bereit, sich an einer solchen Delegation zu beteiligen. Es gibt keinen Grund für Angst oder Sorge. Bisher hat Imralı sein Wort gehalten und zu seinen Erklärungen gestanden."

Nach diesen Worten Bahçelis wurde der Besuch der Mitglieder der Öffnungskommission auf Imralı vorerst auf Eis gelegt, da die Sorge besteht, dass sie in Zukunft mit Ermittlungen konfrontiert werden könnten. Als Beispiel wurde angeführt, dass Kontakte, die während des ersten Lösungsprozesses vom Staat initiiert wurden, Jahre später zum Gegenstand von Gerichtsverfahren wurden, insbesondere im Fall von Sırrı Süreyya Önder, der nach Kandil gereist war. Nach den Unsicherheiten jener Zeit war das Gesetz Nr. 6551 zur „Immunität“ verabschiedet worden.

Zudem wurden Bahçelis Worte „Es gibt keinen Grund für Angst oder Sorge“ nicht als ausreichende Garantie angesehen.

Wie die Zeitung Sözcü berichtet, wird in Parlamentskreisen betont, dass ein Besuch der Kommission auf Imralı zwar im Bereich des Möglichen liege, jedoch ein rechtlicher Schutzmechanismus – ähnlich wie beim vorangegangenen Lösungsprozess – unerlässlich sei, damit diese Kontakte später nicht in ein juristisches Verfahren münden.

Die Kommissionsmitglieder erklären den Grund für ihre aktuelle Besorgnis mit den Worten: „Sırrı Süreyya Önder war damals ebenfalls Teil der Imralı-Delegation. Die Fotos, die in Kandil von ihm gemacht wurden, galten als Beweismittel, und er kam ins Gefängnis.“ Im Regierungslager hingegen dominiert die Einschätzung, dass ein Besuch auf Imralı aufgrund der „geringen gesellschaftlichen Akzeptanz mit hohen politischen Kosten verbunden wäre“.

SIRRI SÜREYYA ÖNDER WAR ANGEKLAGT WORDEN

Andererseits war Sırrı Süreyya Önder während des vorherigen Lösungsprozesses im Jahr 2014, als er seine Aufgabe in der Imralı-Delegation wahrnahm, aufgrund von Fotos, die in Kandil mit Organisationsmitgliedern aufgenommen wurden, unter den Vorwürfen der „Mitgliedschaft in einer Organisation“, „Propaganda für eine Organisation“ und „Aufstachelung des Volkes zu Hass und Feindseligkeit“ angeklagt worden.

Zudem wurde seine Rede bei den Newroz-Feierlichkeiten in Diyarbakır, in der er forderte, dass die kurdische Frage auf demokratischem und friedlichem Wege gelöst werden müsse, in die Anklageschrift aufgenommen. Önder verteidigte sich damit, dass die Fotos Teil des Prozesses gewesen seien, und sagte: „Dies geschah vor den Augen der gesamten Türkei und der Welt.“ Am Ende des Verfahrens wurde er freigesprochen.


Nachrichtenquelle: 12punto

Abdullah Öcalan Öffnungsprozess Sırrı Süreyya Önder