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Kommunalwahlen in der Türkei in der Weltpresse! 'Der Kampf um Istanbul stellt Erdoğans Macht auf die Probe'

Die Weltpresse verfolgt die Kommunalwahlen in der Türkei aufmerksam. Die britische Nachrichtenagentur Reuters und die Zeitung Financial Times haben ausführliche Dossiers zu den Wahlen in der Türkei erstellt.

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Kommunalwahlen in der Türkei in der Weltpresse! 'Der Kampf um Istanbul stellt Erdoğans Macht auf die Probe'

Die Türkei geht heute (31. März) an die Urnen, um ihre Kommunalverwalter zu wählen.

Die Weltpresse verfolgt die kritischen Wahlen, bei denen rund 61 Millionen Wähler ihre Stimme abgeben werden, aufmerksam.

"Erdoğan kämpft bei den Kommunalwahlen in der Türkei gegen seinen wichtigsten Rivalen", titelte die britische Nachrichtenagentur Reuters in einem Analysebericht und erinnerte an den Sieg des Bürgermeisters von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, im Jahr 2019. In dem Bericht heißt es: "İmamoğlu hatte Erdoğan bei der Wahl 2019 einen schweren Schlag versetzt. Während Erdoğan nach seinem Wahlsieg im letzten Jahr gestärkt hervorging, wird das Ergebnis davon abhängen, wohin die kurdischen und konservativen Stimmen fließen."

Weiter heißt es: "Die Türken konzentrieren sich bei den landesweiten Kommunalwahlen am Sonntag auf den Versuch von Präsident Tayyip Erdoğan, die Kontrolle über Istanbul von seinem größten Rivalen Ekrem İmamoğlu zurückzugewinnen, der darauf abzielt, die Opposition nach den bitteren Wahlniederlagen des letzten Jahres wieder zu einer politischen Kraft zu machen." Zum Sieg von İmamoğlu im Jahr 2019 wurde kommentiert: "Mit seinem Sieg im Jahr 2019 versetzte İmamoğlu Erdoğan und der AKP die größte Wahlniederlage ihrer zwanzigjährigen Regierungszeit."

"İMAMOĞLU SPRICHT AUCH WÄHLER AUSSERHALB DER CHP AN"

In dem Bericht wurde darauf hingewiesen, dass die Wirtschaftskrise aufgrund der hohen Inflation sowie die Stimmen der kurdischen und konservativen Wähler die Wahlergebnisse beeinflussen werden.

Darin heißt es: "Obwohl Istanbul der eigentliche Preis für Erdoğan ist, versucht er auch, die Hauptstadt Ankara zurückzugewinnen. Beide Städte wurden 2019 von der Opposition gewonnen, nachdem sie die letzten 25 Jahre unter der Verwaltung der AKP und ihrer islamistischen Vorgänger standen. Das Zerbrechen des Oppositionsbündnisses, das er im letzten Jahr besiegt hatte, hat Erdoğans Erwartungen begünstigt, doch İmamoğlu spricht weiterhin auch Wähler außerhalb der größten Oppositionspartei, der Republikanischen Volkspartei (CHP), an."

FT: DER KAMPF UM ISTANBUL STELLT ERDOĞANS MACHT AUF DIE PROBE

Auch die angesehene britische Zeitung Financial Times veröffentlichte eine bemerkenswerte Analyse zu den Kommunalwahlen in der Türkei.

In dem von Adam Samson und Ayla Jean Yackley verfassten Bericht wurde die Überschrift "Der Kampf um Istanbul stellt Recep Tayyip Erdoğans Macht auf die Probe" verwendet und ausgeführt: "Das Rennen um das Bürgermeisteramt lässt den Präsidenten gegen die wichtigste Oppositionsfigur der Türkei antreten. In den letzten Monaten gab es in der türkischen Presse nur einen Namen, der Recep Tayyip Erdoğan Konkurrenz machen könnte: der Präsidentschaftskandidat, der Istanbul von seinem oppositionellen Bürgermeister zurückerobern will. Murat Kurum, einst ein relativ unauffälliger Minister für Urbanisierung, ist vor den Kommunalwahlen an diesem Sonntag zu einer festen Größe in den regierungsnahen Medien geworden."

In dem Bericht wurde die Aussage getroffen: "Der 47-jährige Kurum steht bei den Wahlen 2024 auf dem Stimmzettel, aber für viele Wähler wird dies als Revanche zwischen Erdoğan und İmamoğlu gesehen, der Istanbul 2019 überraschend von der AKP, der Partei des Präsidenten, übernommen hat."


Nachrichtenquelle: 12punto

Weltpresse Ekrem İmamoğlu Financial Times Murat Kurum Recep Tayyip Erdoğan Reuters