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Kritik von Ahmet Hakan an Ali Koç: 'Das Amt des Fenerbahçe-Präsidenten hat ein gewisses Gewicht'

Der für seine Nähe zur Regierung bekannte Chefredakteur der Hürriyet, Ahmet Hakan, kritisierte Ali Koç, der beim Spiel gegen Göztepe nach dem Betreten des Spielfelds angegriffen wurde.

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Kritik von Ahmet Hakan an Ali Koç: 'Das Amt des Fenerbahçe-Präsidenten hat ein gewisses Gewicht'

Beim Spiel Göztepe gegen Fenerbahçe am 2. Spieltag der Süper Lig begab sich der Präsident der Klubvereinigung und des Fenerbahçe Sportklubs, Ali Koç, an den Spielfeldrand und ging in Richtung der Tribüne, auf der sich die gelb-marineblauen Fans befanden, da diese nicht ins Stadion gelassen wurden.

In diesem Moment flogen zahlreiche Gegenstände aus den Göztepe-Tribünen auf das Spielfeld. Fatih Özkan, der über eine Akkreditierung verfügte, griff Ali Koç daraufhin an.

Der für seine Nähe zur Regierung bekannte Chefredakteur der Hürriyet, Ahmet Hakan, thematisierte die Vorfälle in seiner Kolumne.

„Das Amt des Fenerbahçe-Präsidenten hat ein gewisses Gewicht. Anstatt sich physisch in den Mittelpunkt zu drängen, sollte Ali Koç dieses Gewicht nutzen“, so Hakan, der Ali Koç damit kritisierte.

„Ali Koç möchte die Rechte seiner Fans schützen. Er hat eine solche Haltung. Das ist eine lobenswerte Einstellung, keine Frage. Aber macht man das so?“ fragte Ahmet Hakan, „Das Amt des Fenerbahçe-Präsidenten hat ein gewisses Gewicht. Anstatt sich physisch in den Mittelpunkt zu drängen, sollte Ali Koç dieses Gewicht nutzen. Ist es denn angemessen, während des Spiels über das Spielfeld zu laufen?“ und fuhr mit seiner Kritik wie folgt fort:

„Ich verstehe einfach nicht, warum Ali Koç bei dem Versuch, Probleme zu lösen, immer dazu neigt, das zu tun, was man eigentlich als Letztes tun sollte. Ist es nicht offensichtlich, welch enorme Gefahr diese Art der Problemlösung heraufbeschwört?“

Der entsprechende Abschnitt aus Ahmet Hakans Artikel mit dem Titel ‚Eine neutrale, wohlwollende und freundschaftliche Kritik an Ali Koç‘ lautet wie folgt:

„Ali Koçs Bemühen, die Fans von Fenerbahçe nicht im Stich zu lassen, ist wahrlich in jeder Hinsicht lobenswert.

Ali Koç möchte die Rechte und Interessen seiner Fans schützen. Das ist seine Haltung.

Das ist eine lobenswerte Haltung. Daran gibt es keinen Zweifel.

*

Aber geht man so an die Sache heran?

Schützt man so die Rechte der Fans?“

Geht man so mit den Fans um?

*

Das Amt des Fenerbahçe-Präsidenten hat ein gewisses Gewicht.

Anstatt sich physisch in das Geschehen zu stürzen, sollte Ali Koç dieses Gewicht nutzen.

*

Ist es denn angemessen, während des Spiels über das Spielfeld zu laufen?

Wurde ihm gesagt: „Bitte gehen Sie am Spielfeldrand entlang“? Ich weiß es nicht. Aber selbst wenn es so gesagt wurde, hätte Ali Koç nicht ablehnen müssen mit der Begründung, dass sich das nicht schickt?

*

Es heißt, die Fans würden mit Pfefferspray besprüht und Ali Koç wolle da eingreifen.

Wie will er eingreifen? Indem er sagt: „Platz da, ich bin da“? Indem er sich dem Pfefferspray entgegenstellt? Indem er sich mit der Polizei anlegt, die das Pfefferspray gegen die Fans einsetzt?

Ich verstehe einfach nicht, warum Ali Koç bei dem Versuch, Probleme zu lösen, immer dazu neigt, das zu tun, was man eigentlich als Letztes tun sollte.

*

Ist es nicht offensichtlich, welch enorme Gefahr diese Art der Problemlösung birgt?

Schauen Sie nur:

Ein Rowdy, ein Fußball-Terrorist, hat Ali Koç regelrecht angegriffen. Er hat ihn von hinten geschubst und zu Fall gebracht. Auf den am Boden liegenden Ali Koç wurden Flaschen von den Tribünen geworfen.

Gott bewahre, was wäre gewesen, wenn dieser Rowdy, der Ali Koç geschubst hat, eine Stich- oder Schnittwaffe bei sich gehabt hätte?

*

Die wahre Stärke, die Ali Koç für die Fenerbahçe-Fans zeigen sollte, besteht darin, die Macht und das Gewicht seines Amtes als Fenerbahçe-Präsident zu nutzen, nicht seine eigene physische Kraft.

Ein Fußballpräsident kann Probleme nicht nach der Methode „Platz da, ich bin da“ lösen. Ein Fußballpräsident löst Probleme, indem er das Gewicht seines Amtes in die Waagschale wirft.

*

Mein Rat an Ali Koç lautet:

Er sollte versuchen, das Gewicht des Fenerbahçe-Präsidentenamtes zu nutzen. Er sollte dieses Gewicht nicht schmälern. Er sollte nicht vergessen, dass indirekte Interventionen oft weitaus effektiver sind als direkte.

*

Was das Thema Rowdytum angeht:

Dieser Mann ist ein Fußball-Terrorist. Das muss man nicht einmal extra erwähnen.

Es ist zudem nicht möglich, den Hausarrest, den das Gericht gegen diesen Mann verhängt hat, als ausreichend zu betrachten. Mit einer solchen Strafe lässt sich Gewalt im Fußball nicht verhindern. Niemand kann behaupten, dass eine solche Strafe abschreckend wirkt."


Nachrichtenquelle: 12punto

Ahmet Hakan Ali Koç Fatih Özkan Fenerbahçe