Lehrerin, die Miray auf dem Schulhof überfuhr und tötete, beantragt ihre Freilassung!
In Ordu beantragte die Sportlehrerin Banu Kaya, die während der Eingewöhnungswoche die Erstklässlerin Miray Arslan auf dem Schulhof mit ihrem Fahrzeug überfuhr und tötete, ihre Freilassung. Der verzweifelte Vater reagierte empört: „Sie sagt, ihre Kinder warten zu Hause auf sie, aber wo ist mein Kind?“
In Ordu überfuhr die Sportlehrerin Banu Kaya am 2. September mit ihrem Geländewagen mit dem Kennzeichen 52 BK 790 die Erstklässlerin Miray Arslan, als sie auf den Schulhof fuhr, während das Mädchen im Rahmen der Eingewöhnungswoche in der Schule war. Miray wurde schwer verletzt und nach der Alarmierung durch das Personal wurden Rettungskräfte zur Schule geschickt. Miray Arslan, die Tochter von Eda und Yakup Arslan, wurde nach der Erstversorgung durch die Rettungskräfte in das Ordu-Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus gebracht. Trotz medizinischer Behandlung konnte Miray nicht gerettet werden. Nach dem Vorfall wurde die Lehrerin Kaya nach ihrer polizeilichen Vernehmung von dem zuständigen Gericht inhaftiert.
DER PROZESS DAUERT AN
Die dritte Verhandlung des Prozesses gegen Banu Kaya vor dem 5. Strafgericht erster Instanz in Ordu fand heute statt. Banu Kaya nahm als Angeklagte per Video- und Audiosystem (SEGBİS) aus dem E-Typ-Gefängnis in Efirli, in dem sie inhaftiert ist, an der Verhandlung teil. Auch das Ehepaar Eda und Yakup Arslan sowie deren Anwälte und der Anwalt der Angeklagten waren anwesend.
‘HAT TIEFE WUNDEN IM GEWISSEN DER ÖFFENTLICHKEIT HINTERLASSEN’
Banu Kaya, der wegen „fahrlässiger Tötung“ eine Freiheitsstrafe von 2 bis 6 Jahren droht, beantragte im dritten Verhandlungstermin ihre Freilassung mit den Worten: „Es tut mir sehr leid, ich habe selbst zwei Kinder. Sie bereiten sich ebenfalls auf Prüfungen vor. Meine Kinder und meine Schüler brauchen mich.“
ENTSCHULDIGUNG ALS UNAUFRICHTIG EMPFUNDEN
Der Anwalt der Nebenkläger erklärte, dass die Lehrerin Banu Kaya bei dem Vorfall keinerlei Vorsichtsmaßnahmen getroffen und die Regeln missachtet habe, und argumentierte, dass sie die Tat nicht fahrlässig, sondern mit bedingtem Vorsatz begangen habe. Nachdem die Angeklagte Banu Kaya sich entschuldigt und ihr Bedauern ausgedrückt hatte, bezeichnete der Anwalt der Nebenkläger die Entschuldigung als unaufrichtig: „Eine Entschuldigung, die in diesem Stadium nur aus einem Impuls heraus ausgesprochen werden kann, hat tiefe Wunden im Gewissen unserer Familie und der Öffentlichkeit hinterlassen. Diese Worte sind noch schlimmer als der Vorfall selbst.“
Daraufhin ergriff die angeklagte Lehrerin Banu Kaya das Wort und sagte: „Ich bin bisher strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten. Mein Dialog mit Kindern ist jedem bekannt. Ich akzeptiere die Vorwürfe, dass ich unaufrichtig sei, nicht.“
REAKTION VON MIRAYS VATER AUF DEN FREILASSUNGSANTRAG
Als die Angeklagte ihre Freilassung mit der Begründung forderte, dass ihre Kinder und Schüler sie bräuchten, reagierte Yakup Arslan, der Vater der bei dem Unfall verstorbenen Miray, empört: „Sie beantragt ihre Freilassung mit dem Hinweis auf ihre Kinder und lächelt dabei, während sie das sagt. Wo ist mein Kind? Sie sagt, ihre Kinder warten zu Hause. Du hast alles missachtet. Und jetzt sagst du, meine Kinder warten zu Hause.“
Nach Anhörung der Parteien entschied das Gericht, die Untersuchungshaft der Angeklagten Banu Kaya fortzusetzen und vertagte die Verhandlung.
Nachrichtenquelle: 12punto
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