Leutnants der Tuzla-Infanterieschule entlassen: Generalmajor a.D. Ahmet Yavuz reagiert auf die Entscheidung
Alle Leutnants, die in den Streit um ein 'Atatürk-Abzeichen' an der Tuzla-Infanterieschule verwickelt waren, wurden aus den türkischen Streitkräften (TSK) entlassen. Generalmajor a.D. Ahmet Yavuz erklärte: "Die Entlassung einer Gruppe von Leutnants, nur weil sie mit Offizieren gestritten haben, die Sekten angehören, ist inakzeptabel."
Die Ermittlungen, die nach einer Auseinandersetzung an der Tuzla-Infanterieschule am 10. November eingeleitet wurden, weil ein Leutnant kein Atatürk-Foto an seinem Revers trug, sind abgeschlossen. Dem Bericht von Ersin Eroğlu von 10Haber zufolge wurden alle 7 an der Auseinandersetzung beteiligten Leutnants aus den TSK entlassen.
AHMET YAVUZ: ENTLASSUNG IST INAKZEPTABEL
Generalmajor a.D. Ahmet Yavuz reagierte auf die Entscheidung zur Entlassung der Leutnants. In einem Beitrag auf seinem Social-Media-Account äußerte sich Yavuz wie folgt: "Die Entlassung einer Gruppe von Leutnants, nur weil sie mit Offizieren gestritten haben, die Sekten angehören, ist inakzeptabel. Dies ist keine Entscheidung, die allein mit der Aufrechterhaltung der Disziplin erklärt werden kann. Es ist ein ähnlicher Vorgang wie bei dem Admiral mit Turban und den pensionierten Admiralen, die ihre Meinung zum Montreux-Abkommen geäußert haben", sagte er.
WAS WAR PASSIERT?
Die Zeitung Yeni Şafak hatte am 14. Dezember unter der Schlagzeile 'Leutnants-Junta' berichtet und behauptet, dass religiöse Offiziersanwärter an der Tuzla-Infanterieschule auf eine schwarze Liste gesetzt worden seien.
In dem Bericht wurde behauptet, dass eine Gruppe von Leutnants eine eigene Struktur gebildet habe, religiöse Leutnants unter Druck gesetzt und diese geschlagen habe. Die Ereignisse sollen bei der Zeremonie am 10. November eskaliert sein.
Es wurde behauptet, dass einige Leutnants bei der Zeremonie keine Atatürk-Fotos an ihren Revers trugen, mit der Begründung, es seien keine Sicherheitsnadeln vorhanden gewesen, woraufhin es zu Beleidigungen zwischen den gruppierten Leutnants gekommen sei und in der Folge Vorfälle wie das Stürmen von Unterkünften und körperliche Übergriffe stattgefunden hätten. Dem Bericht zufolge wurden die Vorfälle nach Beschwerden der geschlagenen Offiziere vor Gericht gebracht und ein juristisches Verfahren eingeleitet.
Nachrichtenquelle: 12punto
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