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Melih Gökçeks Aussage bei der Staatsanwaltschaft aufgetaucht: 'Von der Firma in Deutschland habe ich durch Murat Ağırels Bericht erfahren'

Die Aussage des ehemaligen Bürgermeisters von Ankara, Melih Gökçek, bei der Staatsanwaltschaft ist zugänglich geworden. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs eingeleitet, Gelder illegal ins Ausland transferiert zu haben.

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Melih Gökçeks Aussage bei der Staatsanwaltschaft aufgetaucht: 'Von der Firma in Deutschland habe ich durch Murat Ağırels Bericht erfahren'

Der ehemalige Bürgermeister von Ankara, Melih Gökçek, gegen den die Generalstaatsanwaltschaft Ankara aufgrund von Vorwürfen über illegale Geldtransfers an Unternehmen im Ausland von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hatte, gab am 4. September als "Beschuldigter" seine Aussage bei der Staatsanwaltschaft ab.

Der Journalist İsmail Saymaz berichtete in seinem Artikel in der Zeitung Sözcü über die Details der siebenseitigen Aussage von Gökçek.

Gökçek erklärte in seiner Aussage, dass er von seinem Ruhegehalt als ehemaliger Abgeordneter in Höhe von 150.000 Lira lebe und weder in der Türkei noch im Ausland Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen auf seinen Namen registriert habe.

GÖKÇEK WURDE AUCH ZU 26 IMMOBILIEN BEFRAGT

Bei der Staatsanwaltschaft wurde Melih Gökçek auch zu 26 Immobilien befragt, die in der Vergangenheit auf seinen Namen registriert gewesen sein sollen.

Gökçek gab an, die betreffenden Häuser, Grundstücke und Felder in vergangenen Jahren gekauft und verkauft zu haben. Er betonte, dass es keine Immobilien gebe, die auf Familienmitglieder oder Dritte eingetragen seien, aber tatsächlich ihm gehörten.

ERLÄUTERTE DIE IMMOBILIENAKTIVITÄTEN SEINES SOHNES

Im Rahmen der Ermittlungen wurde Gökçek auch zu den Unternehmen und Immobilien seiner Familienmitglieder befragt.

Auf die Frage nach den Aktivitäten seines Sohnes Ahmet Gökçek sagte Melih Gökçek: "Mein Sohn hat keine feste Arbeit. Er bestreitet seinen Lebensunterhalt durch den Kauf und Verkauf von Immobilien. Er tätigt Immobiliengeschäfte mit seinem eigenen Geld und dem Vermögen meiner Schwiegertochter."

Gökçek gab zudem an, seinen Sohn finanziell unterstützt zu haben: "Um Ahmet zu unterstützen, habe ich 2018 eine Villa in Ankara verkauft und ihm die daraus erzielten 1,265 Millionen Dollar gegeben", so seine Aussage.

AUCH DIE HAMAG-FIRMA IN DEUTSCHLAND WAR GEGENSTAND DER AUSSAGE

Bei der Staatsanwaltschaft wurde Gökçek auch zu dem Unternehmen HAMAG Immobilien GmbH befragt, das 2022 von seiner Schwiegertochter Hülya Gökçek in Deutschland gegründet wurde.

Wie Saymaz berichtete, behauptete Gökçek, erst nach dem Bericht von Murat Ağırel von der Existenz dieser Firma erfahren zu haben. Er sagte, das Unternehmen sei von seinem Sohn Ahmet Gökçek und seiner Schwiegertochter gegründet worden, um in Deutschland in Immobilien zu investieren.

Im Rahmen der Ermittlungen werden auch die Finanzierungsquelle für ein Apartment im Wert von 3,8 Millionen Euro, das die Firma in Düsseldorf erworben haben soll, sowie die Geldtransfers aus der Türkei ins Ausland untersucht.

GELDBEWEGUNGEN IM MASAK-BERICHT WERDEN GEPRÜFT

Nach Informationen aus dem Artikel von Saymaz wurde im MASAK-Bericht, der Teil der Ermittlungsakte ist, festgestellt, dass zwischen 2022 und 2026 hohe Beträge in Euro und US-Dollar auf Konten eingezahlt wurden, die mit einigen Mitgliedern der Familie Gökçek in Verbindung stehen.

Diese Geldbewegungen und die Finanzierungsquellen der Immobilieninvestitionen in Deutschland werden im Rahmen der Ermittlungen bewertet.

WIES VORWURF DER NUTZUNG ÖFFENTLICHER MITTEL ZURÜCK

Bei der Staatsanwaltschaft wurde Melih Gökçek auch gefragt, ob während seiner Amtszeit als Bürgermeister von Ankara öffentliche Mittel zum Vorteil seiner Familienmitglieder eingesetzt wurden.

Gökçek wies diesen Vorwurf zurück und sagte: "Ich habe keine Unterstützung geleistet."

WIE BEGANN DAS ERMITTLUNGSVERFAHREN?

Der Journalist Murat Ağırel hatte vor Kurzem einen Bericht veröffentlicht, in dem Melih Gökçek und seiner Familie vorgeworfen wurde, Gelder illegal an Unternehmen im Ausland transferiert zu haben.

In dem Bericht wurde behauptet, die Familie Gökçek habe Vereinbarungen für ein Gebäude in der deutschen Stadt Düsseldorf und für ein Einkaufszentrum in der Stadt Velbert getroffen.

Nach diesen Vorwürfen leitete die Generalstaatsanwaltschaft Ankara von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren gegen Melih Gökçek ein.

GÖKÇEK HATTE NACH DEM ERMITTLUNGSVERFAHREN EINE ERKLÄRUNG ABGEGEBEN

Nachdem das Ermittlungsverfahren bekannt wurde, erklärte Melih Gökçek: "Mit Gottes Erlaubnis habe ich nichts zu verbergen. Ich werde der Staatsanwaltschaft die notwendigen Informationen geben. Ich stelle mich der türkischen Justiz."

AUCH SOHN UND SCHWIEGERTOCHTER GABEN AUSSAGEN AB

Nachdem Melih Gökçek am 4. September bei der Staatsanwaltschaft ausgesagt hatte, erschienen auch sein Sohn Ahmet Gökçek und seine Schwiegertochter Hülya Gökçek am 7. September im Justizpalast von Ankara, um im Rahmen der Ermittlungen auszusagen.

Ahmet und Hülya Gökçek wurden unter der Auflage eines Ausreiseverbots als richterliche Kontrollmaßnahme auf freien Fuß gesetzt.


Nachrichtenquelle: 12punto

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