Millionen für einen Elektro-Traktor ausgegeben, der nie produziert wurde!
Die Millionen, die in ein 2019 von der Ziraat Bank gestartetes, aber nie realisiertes Elektro-Traktor-Projekt geflossen sind, wurden im Bericht des türkischen Rechnungshofs (Sayıştay) aufgedeckt. Der CHP-Abgeordnete für Karabük, Cevdet Akay, erklärte: „Diejenigen, die die Landwirte nicht unterstützen, haben tatenlos zugesehen, wie die an das Kapital transferierten Gelder in Luft aufgelöst wurden.“
Es hat sich herausgestellt, dass das 2019 vom damaligen Landwirtschaftsminister Bekir Pakdemirli initiierte und von seinem Nachfolger Vahit Kirişçi auf Eis gelegte Elektro-Traktor-Projekt den Staat 246 Millionen Lira gekostet hat.
Nach Informationen, die der CHP-Abgeordnete für Karabük, Cevdet Akay, aus dem Bericht des Rechnungshofs über die ZY Traktör A.Ş. zusammengetragen hat – ein Unternehmen, das in Partnerschaft mit der Ziraat Girişim Sermayesi Yatırım Ortaklığı (GSYO) A.Ş. gegründet wurde –, wurde die Firma 2019 mit einem Kapital von 59 Millionen 950 Tausend TL der Ziraat GSYO für die Entwicklung, Produktion und den Verkauf von Traktoren gegründet. Dem neuen Unternehmen wurden zunächst 7 Millionen TL und 2023 weitere 179 Millionen 801 Tausend TL als Vorschuss gewährt.
Laut einem Bericht von Melisa Ay von Birgün äußerte sich Akay zu dem Thema wie folgt: „Obwohl laut Vertrag ab dem 22. September 2020 monatlich etwa 100 Elektro-Traktoren hätten produziert werden müssen, wurde zum Zeitpunkt der Prüfung festgestellt, dass die im Geschäftsplan festgelegten Ziele immer noch nicht erreicht wurden. Zudem wurde, obwohl zugesichert wurde, dass in der ersten Phase 25 Traktoren für Feldtests produziert würden, bekannt, dass nur 3 davon zu 100 Prozent fertiggestellt wurden. Dem Unternehmen, das keine einzige vertragliche Bestimmung erfüllt und seine Verpflichtungen nicht eingehalten hat, wurden von 2019 bis 2023 insgesamt 246 Millionen 751 Tausend Lira überwiesen. Dass der Staat für ein Projekt, dessen Realisierungschancen laut Bericht ohnehin nicht bestanden, einen Schaden von 245 Millionen Lira erleidet, ist absolut inakzeptabel.“
Akay betonte, dass das für das fiktive Projekt verschwendete Vermögen ein Sinnbild für die AKP-Regierung sei, und äußerte sich wie folgt:
„Nach Informationen des türkischen Bankenverbandes belaufen sich die Kreditschulden der Landwirte bei den Banken auf 784 Milliarden Lira. Wenn man bedenkt, dass 2,3 Millionen Landwirte im Landwirtschaftlichen Registrierungssystem eingetragen sind, zeigt sich, dass fast keiner von ihnen schuldenfrei ist. In einer Zeit, in der die Landwirte nicht unterstützt werden und die Probleme im Agrarsektor zunehmen, ist es bezeichnend für die 22-jährige Agrarpolitik der AKP, dass die Bank, die eigentlich zur Unterstützung der Landwirte gegründet wurde, stattdessen Ressourcen an das Kapital transferiert und diese Ressourcen dann in Luft aufgehen. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden, und unser in den Wind geschossenes nationales Kapital muss eingefordert werden.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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