Mit 12.000 TL Unterstützung des Ministeriums gedreht: Deniz Göktaş’ Kurzfilm aus dem Jahr 2019 wird als Beweismittel vor Gericht vorgelegt
Der Anwalt des inhaftierten Komikers Deniz Göktaş wird einen Kurzfilm aus dem Jahr 2019 zu den Akten nehmen, um zu belegen, dass keine Absicht zur Herabwürdigung der Religion bestand.
Gegen den inhaftierten Komiker Deniz Göktaş wurden in der Anklageschrift, die aufgrund von Äußerungen in seinem auf YouTube veröffentlichten Programm „Ölü Deniz“ (Totes Meer) erstellt wurde, drei separate Anklagepunkte erhoben. Für Göktaş wird eine Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 2 Monaten bis zu 9 Jahren und 8 Monaten wegen „Beleidigung des Präsidenten“, „Aufstachelung des Volkes zu Hass und Feindseligkeit oder Herabwürdigung“ sowie „Verherrlichung von Straftaten und Straftätern“ gefordert.
Die Staatsanwaltschaft behauptete, dass die im Programm vorkommenden Witze über „Taucher“, „fastende Selbstmordattentäter“ und den „Koran“ darauf abzielten, die islamische Religion herabzuwürdigen. In der Anklageschrift wurde zudem bewertet, dass der Ausdruck „fastender Selbstmordattentäter“ eine beleidigende Bedeutung gegenüber fastenden Personen enthalte.
Wie der Sözcü-Kolumnist İsmail Saymaz berichtet, bereitet Göktaş’ Anwalt Metin Sinan Aslan darauf vor, den 2019 gedrehten Kurzfilm mit dem Titel „Tatilin İlk Günü“ (Der erste Tag des Urlaubs) dem Gericht vorzulegen, um zu zeigen, dass sein Mandant keine Absicht zur religiösen Herabwürdigung hatte. Es wurde darauf hingewiesen, dass der Film eine Unterstützung in Höhe von 12.000 TL vom Ministerium für Kultur und Tourismus erhalten habe.
Saymaz beschrieb die Geschehnisse in dem betreffenden Film wie folgt:
„In diesem Film baut ein Mann eine Sandskulptur am Strand. Ein Kind macht die Skulptur kaputt. Der Mann schlägt das Kind. Eine im Drehbuch als ‚sensible Frau‘ beschriebene Frau im Haschama greift ein. Sie sagt: ‚Um Himmels willen, mein Herr, das sind Kinder! Sie haben kein Recht, Gewalt anzuwenden!‘ Der Mann macht aus diesem Einwand eine Regimekrise. Er schaut auf die Kleidung der Frau und antwortet: ‚Wollen Sie mir beibringen, was wo zu tun ist? Ihr versteht ohnehin nur etwas vom Fußballspielen und vom Zerstören.‘ Die Frau reagiert weinend. Der Mann setzt noch einen drauf und sagt: ‚Ihr habt das Land ruiniert. Lasst uns wenigstens im Urlaub in Ruhe!‘“
Es wurde erklärt, dass der Grund für die Einreichung des Films durch Anwalt Aslan darin bestehe, zu argumentieren, dass Göktaş bereits in früheren Arbeiten ähnliche gesellschaftliche Spannungen durch Satire thematisiert habe und bei den nun verhandelten Äußerungen keine Absicht zur religiösen Herabwürdigung vorgelegen habe.
Nachrichtenquelle: 12punto
Meistgelesen
Rückkehrdatum von Osimhen und Lemina steht fest
Die Reise des Odysseus-1
Das Recht des Stärkeren
Eren Vurdem schirmte die Freundin von Serhat Kılıç ab
Der Jackpot für den Westen, der Trostpreis für den Osten
Warnung der Regierung an die DEM-Partei: „Die Terrorgesetze der Türkei haben sich nicht geändert!“
Nazım Hikmet lebt in Izmir
Bekannte Moderatorin im Drogenprozess zum Tode verurteilt
Fenerbahçe verliert, Aufsehen erregender Beitrag von Talisca!
Casino-Aufnahmen von Sadullah Güneş vor dem MHP-Parteitag in Antalya sorgen für Aufsehen