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Daten des türkischen Geheimdienstes MİT geleakt

In der vom 28. Schwurgericht in Ankara angenommenen Anklageschrift wird festgehalten, dass vertrauliche Informationen über Personal des MİT und des Verteidigungsministeriums (MSB) unter der Anleitung eines falschen Anti-Terror-Beamten beschafft wurden. Es wird behauptet, dass die Daten auf digitalen Plattformen verkauft wurden, auf denen mit persönlichen Informationen gehandelt wird.

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Daten des türkischen Geheimdienstes MİT geleakt

Im Rahmen der Ermittlungen zum Abfluss kritischer Informationen über Personal des Nationalen Geheimdienstes (MİT) und des Verteidigungsministeriums (MSB) sind brisante Details ans Licht gekommen.

Wie die Zeitung BirGün berichtet, wird in der vom 28. Schwurgericht in Ankara angenommenen Anklageschrift dargelegt, dass diese Informationen auf illegalem Wege unter der Anleitung einer Person beschafft wurden, die sich als Beamter der Anti-Terror-Einheit (TEM) ausgab.

Der Anklageschrift zufolge nahm eine Person namens E.S., die das Pseudonym „Kanakan“ verwendete, über eine Chatgruppe auf einer illegalen Website, auf der persönliche Daten geteilt werden, Kontakt zu einem Verdächtigen namens M.E. auf. Den Informationen der Zeitung BirGün zufolge gab sich E.S. als Polizeibeamter der TEM-Abteilung in Çanakkale aus und forderte M.E. auf, Kunden zu finden, für die GBT-Abfragen (allgemeine Datenerfassung) und HTS-Analysen (Verbindungsdatenabfragen) durchgeführt werden könnten.

AUCH ADRESSEN VON MİT-WOHNANLAGEN WURDEN GEFORDERT

M.E. gab in seiner in der Anklageschrift enthaltenen Aussage an, dass er aufgrund von Fotos einer Polizeiweste und eines Dienstausweises, die E.S. ihm geschickt hatte, geglaubt habe, es handele sich um einen echten Polizisten. Nach diesem Vertrauensaufbau schickte E.S. alias „Kanakan“ an M.E. die genaue Adresse einer MİT-Wohnanlage und forderte weiterhin ähnliche Informationen an. M.E. erklärte, dass er unter Verwendung von Daten aus früheren Abfragen auf Informationen einer Vielzahl von Mitarbeitern zugegriffen habe.

DATEN WURDEN AUF DIGITALEN PLATTFORMEN VERKAUFT

Den im Rahmen der Ermittlungen gewonnenen Informationen zufolge wurden die geleakten Daten auf digitale Plattformen hochgeladen, auf denen mit persönlichen Informationen gehandelt wird. Zu diesen Daten gehören nicht nur Identitäts- und Wohnungsdaten von MİT- und MSB-Personal, sondern auch Bildungs-, Schul-, Bank- und Adressdaten einer Vielzahl von Zivilpersonen.

Während eine umfassende Untersuchung zu dem Vorfall läuft, wird davon ausgegangen, dass zahlreiche Personen, einschließlich des falschen TEM-Beamten, organisiert persönliche Daten erlangt und verbreitet haben.


Nachrichtenquelle: 12punto

Milli İstihbarat Teşkilatı