Mörder der Lehrerin Fatma Nur Çelik erstmals vor Gericht: Opfer wollten keine Konfrontation
Nach der tödlichen Messerattacke auf die Biologielehrerin Fatma Nur Çelik in Çekmeköy erschien der Tatverdächtige Furkan Samet Bakalım erstmals vor Gericht. Bakalım, dem vorgeworfen wird, drei weitere Personen verletzt zu haben und dem eine Haftstrafe von bis zu 126 Jahren droht, wollte sich während der Verhandlung nicht mit den betroffenen Kindern konfrontieren.
Furkan Samet Bakalım, der im Istanbuler Stadtteil Çekmeköy die Biologielehrerin Fatma Nur Çelik erstach sowie zwei weitere Lehrkräfte und einen Schüler verletzte, stand erstmals wegen einer geforderten Haftstrafe von 126 Jahren vor Gericht. Die Verhandlung wurde vertagt, da die betroffenen Kinder eine Konfrontation mit dem Angeklagten ablehnten.
Der Vorfall ereignete sich an der Borsa İstanbul Mesleki Teknik Anadolu Lisesi in Çekmeköy. Der 17-jährige Furkan Samet Bakalım griff die Biologielehrerin Fatma Nur Çelik (44), die Lehrkraft Z.A. (52) sowie den 15-jährigen Schüler S.K. mit einem Messer an. Nach dem Notruf wurden Rettungs- und Polizeikräfte umgehend zum Tatort entsandt. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht; Fatma Nur Çelik verstarb trotz aller medizinischen Bemühungen. Der Zustand der beiden anderen Verletzten wurde als stabil gemeldet.
ANGEKLAGTER WURDE FESTGENOMMEN UND INHAFTIERT
Furkan Samet Bakalım wurde unmittelbar nach der Tat am Tatort festgenommen. Der zuständige Haftrichter ordnete die Untersuchungshaft an, woraufhin er in ein Gefängnis überstellt wurde. Bakalım muss sich wegen Mordes und Körperverletzung verantworten.
KEINE KONFRONTATION MIT DEM ANGEKLAGTEN GEWÜNSCHT
Im Prozess vor dem Jugendstrafgericht wurden die Aussagen der betroffenen Kinder und ihrer Familien aufgenommen. Die Kinder erklärten, dass sie dem Angeklagten nicht gegenübertreten wollten, und gaben ihre Aussagen zunächst separat ab. Während die Aussagen der Opfer verlesen wurden, befand sich der Angeklagte in einem angrenzenden Raum, wobei die Tür einen Spalt offen blieb. Nachdem die Opfer ihre Aussagen getätigt hatten und den Saal verlassen hatten, wurde der Angeklagte in den Gerichtssaal geführt. Die Verhandlung wurde zur Anhörung weiterer Zeugen auf einen Termin in drei Tagen vertagt.
126 JAHRE HAFT GEFORDERT
In der Anklageschrift wird für Furkan Samet Bakalım eine Gesamthaftstrafe von bis zu 126 Jahren gefordert. Ihm werden unter anderem „geplanter Mord an einer Frau aus niederen Beweggründen“, „versuchter geplanter Mord an einem Kind aus niederen Beweggründen“ sowie „versuchter geplanter Mord an einer Person aufgrund ihrer öffentlichen Tätigkeit aus niederen Beweggründen“ zur Last gelegt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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