Müsavat Dervişoğlu warnt Diyanet vor Umgang mit 'Alevi-Bektaschi-Ocakları': 'Sie müssen das überdenken'
Der Vorsitzende der İYİ-Partei, Müsavat Dervişoğlu, nahm am Treffen der 'Alevi-Bektaschi-Glaubensführer von Chorasan bis zum Balkan' teil, das von der Stiftung für Kultur, Bildung und Gesundheit der turkmenischen Alevi-Ocakları im Nazım-Hikmet-Kulturzentrum organisiert wurde. Dort richtete Dervişoğlu eine deutliche Warnung an die Diyanet.
Der Vorsitzende der İYİ-Partei, Müsavat Dervişoğlu, erklärte: „Ich warne das Präsidium für Religiöse Angelegenheiten (Diyanet) von hier aus: Sie müssen ihren Ansatz gegenüber den Alevi-Bektaschi-Ocakları, die der Republik stets treu ergeben waren und deren Fundament sie selbst mitgelegt haben, unverzüglich überdenken."
„Davon ausgehend ist es absolut inakzeptabel, das Alevitentum lediglich als folkloristische oder kulturelle Veranstaltung zu behandeln. Wenn die Regierung institutionelle Regelungen trifft, sollte sie davon absehen, mehr Schaden anzurichten als Nutzen zu stiften oder nur halbherzig zu handeln", sagte er.
Dervişoğlu betonte, dass sie niemandem erlauben würden, das Feuer der Alevi-Bektaschi-Ocakları zu löschen, und äußerte sich wie folgt:
„Wir lassen nicht zu, dass jemand auf diese Gemeinschaften, die Anatolien mit ihrer Weisheit geheilt haben, herabsieht oder sie gering schätzt. Es ist unerlässlich, dass die seit Jahren bestehenden berechtigten Klagen nun zu einem Ergebnis führen. Dass diese Stimmen, deren Rat wir am meisten brauchen, heute klagen, ist eine Wunde, die uns allen, diesem Vaterland, Anatolien und unseren Traditionen zugefügt wurde. Die Pflicht derer, die den Staat verwalten, gegenüber der Menschheit und ihren Bürgern ist klar. Es ist inakzeptabel, Glaubensrichtungen in Frage zu stellen, sich anzumaßen, über deren Existenzberechtigung zu urteilen, und erst recht, eine solche Glaubens- und Weisheitstradition, die so tief mit der Existenz des türkischen Volkes verwoben ist, in Unruhe und Unglück zu stürzen.
Die Frage der Cemevis in der Türkei muss endlich zu einem Abschluss kommen. Niemandem steht es zu, über das Gebet der Lebenden oder den Frieden der Verstorbenen zu urteilen. Wenn die Türkei ein laizistischer Staat ist, dann sind die Anforderungen dieses Laizismus klar. Die Aufgabe des Präsidiums für Religiöse Angelegenheiten ist es, religiöse Angelegenheiten in diesem Sinne zu koordinieren.
'Koordination' bedeutet keineswegs Steuerung, Indoktrination oder gar Bevormundung. 'Sie müssen ihren Ansatz gegenüber den Alevi-Bektaschi-Ocakları, die der Republik stets treu ergeben waren und deren Fundament sie selbst mitgelegt haben, unverzüglich überdenken', warne ich das Präsidium für Religiöse Angelegenheiten von hier aus. Davon ausgehend ist es absolut inakzeptabel, das Alevitentum lediglich als folkloristische oder kulturelle Veranstaltung zu behandeln. Wenn die Regierung institutionelle Regelungen trifft, sollte sie davon absehen, mehr Schaden anzurichten als Nutzen zu stiften oder nur halbherzig zu handeln."
Nachrichtenquelle: 12punto
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