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Mutter soll Medikamente verabreicht haben: Prozess wegen Kindesmissbrauchs in Kayseri abgeschlossen

In Kayseri wurde das Strafmaß gegen eine Mutter verkündet, die beschuldigt wurde, ihr Kind zum Rauchen gezwungen und ihm Medikamente verabreicht zu haben.

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Mutter soll Medikamente verabreicht haben: Prozess wegen Kindesmissbrauchs in Kayseri abgeschlossen

In Kayseri wurde Öznur Ö., die beschuldigt wurde, ihren dreijährigen Sohn Y.T. zum Rauchen gezwungen und ihm Medikamente verabreicht zu haben, wegen „Ausnutzung von Kindern bei der Produktion obszöner Inhalte“ und „Verletzung der aus dem Familienrecht resultierenden Pflichten“ zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 2 Jahren und 4 Monaten verurteilt. Das Gericht begründete das Urteil damit, dass die Mutter ihr Kind körperlich und emotional misshandelt habe.

Öznur Ö. und Turgut Ö. hatten 2017 religiös geheiratet und ein Jahr später ein Kind bekommen. Nachdem Turgut Ö. zur Arbeit nach England gegangen war, hatte Öznur Ö. ihren Sohn auf den Namen einer anderen Person registrieren lassen. Während Turgut Ö. im Ausland war, erhielt er Informationen darüber, dass Öznur Ö. ihrem Sohn Zigaretten zu rauchen gab und ihm Medikamente verabreichte. Nachdem er die Videos gesehen hatte, die diese Situation dokumentierten, meldete Turgut Ö. den Vorfall der Polizei. Die Polizei nahm Öznur Ö. in Kayseri fest, woraufhin sie in Untersuchungshaft genommen wurde. Später wurde Öznur Ö. jedoch wieder aus der Haft entlassen.

Vor Gericht wies Öznur Ö. die Anschuldigungen zurück und behauptete, die Videos seien von ihrem Ex-Mann im Internet verbreitet worden, weshalb sie mit Suizid gedroht habe. Zudem gab sie an, ein gefälschtes Video gedreht zu haben, in dem sie Linsen in Medikamentenschachteln füllte.

Das Gericht verurteilte Öznur Ö. wegen „Ausnutzung von Kindern bei der Produktion obszöner Inhalte“ zu 1 Jahr und 11 Monaten sowie wegen „Verletzung der aus dem Familienrecht resultierenden Pflichten“ zu 5 Monaten Freiheitsstrafe. Zudem wurde eine Geldstrafe von 2.050 TL verhängt. Das Gericht berücksichtigte bei der Strafzumessung das reumütige Verhalten der Angeklagten während des Prozesses sowie die Tatsache, dass sie zuvor nicht wegen einer vorsätzlichen Straftat vorbestraft war, und gewährte einen Strafnachlass wegen guter Führung.


Nachrichtenquelle: 12punto

Kayseri Kindesmissbrauch