Nach 3 Monaten freigelassen: Neue Entwicklung im Fall des verdächtigen Todes von Pınar Bulunmaz!
Die Familie von Pınar Bulunmaz, die in Şanlıurfa unter verdächtigen Umständen ums Leben kam, nachdem sie in einem Fahrzeug mit ihrem Ehemann Rıdvan Bulunmaz in Streit geraten war und durch Schüsse verletzt wurde, sucht nach Gerechtigkeit. Der nach 3 Monaten freigelassene Angeklagte Rıdvan Bulunmaz wird sich nun in Freiheit verantworten müssen. Pınars Bruder Erdal Sevim äußerte sich empört darüber, dass der Angeklagte seit Monaten auf freiem Fuß ist: „Als Bruder, der seine Schwester verloren hat, möchte ich, dass dieser Fall unter Berücksichtigung der konkreten Beweise verhandelt wird. Unsere Gerichtsverhandlung findet am 12. Februar 2025 um 09:15 Uhr vor dem 2. Schwurgericht Siverek statt.“
Bericht: Sinem Nazlı Demir
Pınar Bulunmaz verstarb am 22. Februar 2024 im Stadtteil Hamidiye im Landkreis Siverek, Şanlıurfa, nachdem sie mit ihrem Ehemann Rıdvan Bulunmaz in Streit geraten war und durch Schüsse tödlich verletzt wurde. Pınars Leichnam wurde nach einer Autopsie im Krankenhaus der Familie übergeben.
Lokale Nachrichtenquellen berichteten zunächst von einer „in Şanlıurfa ermordeten Frau“, doch später wurde der Vorfall als „verdächtiger Todesfall“ eingestuft. Es wurde behauptet, dass sich während des Streits versehentlich ein Schuss aus der Pistole gelöst habe und Pınar dadurch ums Leben gekommen sei. Pınars Familie hingegen hat einen umfassenden Kampf für Gerechtigkeit eingeleitet, da sie davon überzeugt ist, dass Pınar von ihrem Ehemann Rıdvan Bulunmaz getötet wurde.
7 PERSONEN IM ZUSAMMENHANG MIT PINARS TOD FESTGENOMMEN
In den ersten Wochen nach dem Vorfall wurden 7 Personen festgenommen. Sechs der Verdächtigen wurden unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt.
Der Angeklagte Rıdvan Bulunmaz gab in seiner polizeilichen Aussage zusammenfassend an, er habe keinen Mord begangen. Er erklärte, er und Pınar Bulunmaz hätten sich gestritten, woraufhin Pınar das Haus verlassen habe und weggelaufen sei. Er habe sie verfolgt, eingeholt, in das Fahrzeug gesetzt und dort mit ihr gesprochen. Später habe er den Rückwärtsgang eingelegt, wobei Pınar Bulunmaz die Waffe auf ihre eigene rechte Brust gerichtet und abgedrückt habe.
In seiner Aussage bei der Staatsanwaltschaft sagte Rıdvan Bulunmaz hingegen: 'Pınar Bulunmaz und er seien Rechtshänder, er trage die Waffe normalerweise bei sich, die Waffe habe eine Kapazität von 13+1 Schuss, sie sei jedoch nicht gespannt gewesen, das Magazin sei voll gewesen.'
Nach seiner Aussage wurde Rıdvan Bulunmaz am 23. Februar vom Friedensgericht Siverek wegen „vorsätzlicher Tötung der Ehefrau“ inhaftiert.
In einem am 11. März vom Kriminaltechnischen Labor der Polizei Diyarbakır erstellten Bericht wurden an Rıdvan Bulunmaz’ linker Hand Schmauchspuren festgestellt.
RIDVAN BULUNMAZ NACH 3 MONATEN AUS DER HAFT ENTLASSEN
Während der Ermittlungen sagte ein Zeuge, der am Tatort wohnte, aus: „Nachdem Pınar auf dem Beifahrersitz Platz genommen hatte und das Fahrzeug anfahren wollte, sah ich, wie Pınar, die auf dem Vordersitz saß, die Waffe mit ihrer rechten Hand auf sich selbst richtete.“ Aufgrund dieser Aussage wurde der Angeklagte Rıdvan Bulunmaz am 11. Juni, etwa 3 Monate nach seiner Inhaftierung, vom Friedensgericht Siverek unter der Auflage des Hausarrests aus der Haft entlassen.
EINSPRÜCHE GEGEN DIE HAFTENTLASSUNG DES ANGEKLAGTEN ABGEWIESEN
Ein Bericht der Informations- und Kommunikationstechnologiebehörde (BTK) über die Kommunikation des Verdächtigen und seiner Familienangehörigen ergab, dass eines der Familienmitglieder kurz vor der Zeugenaussage 12 Mal mit dem Zeugen telefoniert hatte. Die Einsprüche der Anwälte der Familie Bulunmaz gegen die Entscheidung des Friedensgerichts Siverek wurden abgewiesen.
In der Begründung des lokalen Gerichts zur Abweisung des Einspruchs gegen die Freilassung von Rıdvan Bulunmaz hieß es:
„Es wurde festgestellt, dass die Entscheidung zur Freilassung des Verdächtigen Rıdvan Bulunmaz keine Fehler aufweist und dem Verfahrens- und Gesetzesrecht entspricht.“
AUCH DIE GERICHTLICHE AUFLAGE GEGEN DEN ANGEKLAGTEN WURDE AM 24. OKTOBER AUFGEHOBEN
Unterdessen wurde auch der Einspruch der Generalstaatsanwaltschaft Siverek gegen die Haftentlassung vom 3. Strafgericht Siverek mit der Begründung abgewiesen, dass „sich an der Beweislage nichts geändert habe, die Entscheidung des Friedensgerichts Siverek keine Fehler aufweise und die Entscheidung dem Verfahrens- und Gesetzesrecht entspreche“.
Das Friedensgericht Siverek hob am 24. Oktober die Auflage des Hausarrests auf und ordnete stattdessen eine Meldepflicht an bestimmten Wochentagen an. Somit wurde kurz darauf auch der gegen Rıdvan Bulunmaz verhängte Hausarrest aufgehoben.
PINARS TOD INS PARLAMENT GEBRACHT
Die DEM-Partei-Abgeordnete für Urfa, Dilan Kunt Ayan, brachte Pınars Tod in das Parlament. Ayan wies darauf hin, dass trotz der verstrichenen 10 Monate noch immer keine Anklageschrift vorliege, und stellte dem Justizminister Yılmaz Tunç in einer schriftlichen Anfrage folgende Fragen:
„Warum wurde die Untersuchung zum verdächtigen Tod von Pınar Bulunmaz seit 10 Monaten nicht abgeschlossen?
Warum wurde der unter dem Verdacht der 'vorsätzlichen Tötung der Ehefrau' stehende Rıdvan Bulunmaz trotz dringenden Tatverdachts, gesammelter Beweise und der Tatsache, dass er der einzige Verdächtige im Fall ist, innerhalb von 3 Monaten aus der Haft entlassen?
Warum wurde die Tatsache, dass als Begründung für die Freilassung von Rıdvan Bulunmaz lediglich die Aussage eines einzigen Zeugen herangezogen wurde, obwohl zwischen diesem Zeugen und der Familie des Täters 12 Telefonate stattfanden, vom Friedensgericht nicht berücksichtigt?“
NEUE ENTWICKLUNG IM FALL:
Nach fast einjährigen Ermittlungen wurde gegen den Angeklagten Rıdvan Bulunmaz wegen des Vorwurfs der „vorsätzlichen Tötung der Ehefrau“ vor dem 2. Schwurgericht Siverek Anklage erhoben.
Gegenüber 12punto erklärte Pınars Bruder Erdal Sevim zu dieser neuen Entwicklung, dass sie nun an einem Punkt seien, an dem das Gericht die konkreten Beweise nicht mehr ignorieren könne.
Sevim äußerte sich zu diesen konkreten Beweisen wie folgt:
„Dass bei beiden, obwohl der Angeklagte und meine Schwester Rechtshänder waren, an der linken Hand Schmauchspuren gefunden wurden, war ein wichtiger Faktor. Ein weiterer Punkt ist, dass durch HTS-Aufzeichnungen nachgewiesen wurde, dass der Zeuge, dessen Aussage zur Freilassung des Angeklagten führte, 12 Mal mit einem Familienmitglied des Täters telefoniert hat. Auch die Aussage des Angeklagten und die des Zeugen widersprechen sich. Zudem wird im Tatortbericht die Anzahl der im Magazin gefundenen Patronen mit 10 angegeben. Zur kriminaltechnischen Untersuchung wurden jedoch 12 Patronen geschickt; wir möchten, dass das Gericht diesen Widerspruch berücksichtigt. Obwohl laut Tatortbericht 2 Patronen fehlen, wurde dies in der Anklageschrift ignoriert. Ein weiterer Punkt, der ignoriert wurde, ist, dass der Angeklagte nach dem Vorfall nicht den Rettungsdienst oder die Sicherheitskräfte verständigte, sondern nach Hause ging und durch den Zeitverlust den Tod mitverursachte; auch dies sollte berücksichtigt werden.“
PINARS BRUDER: ER LIESS PINAR IM AUTO ZURÜCK UND WUSCH SICH DIE HÄNDE
Erdal Sevim betonte die Bedeutung der öffentlichen Unterstützung und erklärte, dass sie dank der Reaktion der Bevölkerung hoffen, dass der Angeklagte am Ende des Prozesses die verdiente Strafe erhält. Sevim forderte zudem, dass der Angeklagte Rıdvan Bulunmaz wegen „vorsätzlicher Tötung der Ehefrau“ zu lebenslanger Haft verurteilt wird und die Unterstützung der Öffentlichkeit nicht nachlassen darf.
„DER FALL MUSS UNTER BERÜCKSICHTIGUNG KONKRETER BEWEISE VERHANDELT WERDEN“
Pınars Bruder wies auf den Verhandlungstermin hin und betonte, dass Pınars Tod durch die Medien im öffentlichen Bewusstsein gehalten werden müsse:
„Als Bruder, der seine Schwester verloren hat, möchte ich, dass dieser Fall unter Berücksichtigung der konkreten Beweise verhandelt wird. Unsere Gerichtsverhandlung findet am 12. Februar 2025 um 09:15 Uhr vor dem 2. Schwurgericht Siverek statt.“
Nachrichtenquelle: 12punto
Meistgelesen
Überraschende Ergebnisse zur 'neuen Partei' von Özgür Özel
Die PKK-Öffnung und der Weg von Özgür Özel!..
Wie haben die Zeitungen den Abschied von Özgür Özel von der CHP bewertet?
Er tötete seine Ehefrau durch einen Schnitt in den Hals: Die Kinder wurden Zeugen der Tat
Was hat die CHP getan?
Özels Vorstoß für eine neue Partei in der Weltpresse
Brand im TUSAŞ-Motorenwerk in Eskişehir unter Kontrolle
Die neue CHP gegen die CEHAPE
Von der Selbstwirksamkeit zur Hilflosigkeit
Erste Reaktion von Kılıçdaroğlu auf Özgür Özels Ankündigung einer neuen Partei