Nachtclub-Besitzer in Bursa getötet: 24 Jahre Haft verhängt
Ertuğrul Erdoğan, der beschuldigt wurde, im vergangenen Jahr den Nachtclub-Betreiber Bülent Karakuş in Bursa mit einer Schusswaffe getötet zu haben, wurde zu 24 Jahren Haft verurteilt.
Bülent Karakuş, der einen Nachtclub im Bezirk Nilüfer in Bursa betrieb, wurde durch Schüsse aus einer Pistole getötet. Der Prozess gegen den Angeklagten Ertuğrul Erdoğan, dem vorgeworfen wurde, Karakuş getötet zu haben, fand vor dem 5. Schwurgericht von Bursa statt. An der Verhandlung nahmen der inhaftierte Angeklagte Ertuğrul Erdoğan, die Kläger und die Anwälte beider Seiten teil.
In seiner Verteidigung erklärte Erdoğan, dass er Bülent Karakuş im Jahr 2022 kennengelernt habe und sie gemeinsam mit Immobilien- und Grundstücksverkäufen begonnen hätten. Erdoğan gab an, dass sie mal als Partner und mal auf Provisionsbasis gearbeitet hätten, Karakuş jedoch nach einiger Zeit mit dem verdienten Geld unzufrieden gewesen sei und Druck auf ihn ausgeübt habe.
'ICH DACHTE, ER WÜRDE MICH TÖTEN, ALSO SCHOSS ICH'
Der Angeklagte Erdoğan erklärte, dass er am Tag des Vorfalls mit zwei Freunden ausgegangen sei und Karakuş, der ihn angerufen habe, seinen Standort geschickt habe: "Das Opfer kam mit seinem Fahrzeug. Ich sagte meinen Freunden, sie sollten weitergehen, ich würde nachkommen. Karakuş beschimpfte mich. Als er sich abtastete und zu seinem Fahrzeug ging, dachte ich, er würde eine Waffe aus dem Auto holen und mich töten, also schoss ich mit der Waffe, die ich bei mir trug. Ich erinnere mich nicht daran, ihm nach den Schüssen mit der Waffe auf den Kopf geschlagen zu haben. Ich war außer mir."
Der Angeklagte Erdoğan gab an, die Tatwaffe drei Tage vor dem Vorfall gekauft zu haben, und erklärte, dass er die Aufnahmen, auf denen zu sehen ist, wie er auf Karakuş einschlug, nachdem er ihn angeschossen hatte, nicht selbst gemacht habe.
Der Staatsanwalt forderte die Bestrafung des Angeklagten wegen "vorsätzlicher Tötung unter ungerechtfertigter Provokation" und "Tragens einer nicht lizenzierten Schusswaffe".
FREISPRUCH GEFORDERT
Als dem Angeklagten erneut das Wort erteilt wurde, äußerte er sein Bedauern und forderte einen Freispruch sowie seine Haftentlassung.
Das Gericht verkündete sein Urteil und verurteilte den Angeklagten zu insgesamt 24 Jahren Haft – 18 Jahre wegen "vorsätzlicher Tötung unter ungerechtfertigter Provokation" und 6 Jahre wegen "Tragens einer nicht lizenzierten Schusswaffe" – sowie zu einer Geldstrafe von 12.000 Lira.
Nachrichtenquelle: 12punto
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