Naci Görür im Gespräch mit 12punto: Was bedeuten die Erdbeben der Stärke 5,2 und 4,2 an der Grenze zu Hatay?
Der Erdbebenexperte Prof. Dr. Naci Görür äußerte sich gegenüber 12punto exklusiv zu dem Erdbeben, das seinen Ursprung in Syrien hatte und auch in Hatay zu spüren war. Görür erklärte, dass das Beben auf der Toten-Meer-Verwerfung stattfand und nicht mit der Ostanatolischen Verwerfungszone in Verbindung steht.
Selçuk Ahmet ÇELİK 12punto.com.tr
Der Erdbebenexperte Prof. Dr. Naci Görür hat gegenüber 12punto wichtige Erklärungen zu dem Erdbeben abgegeben, das seinen Ursprung in Syrien hatte und auch in unserer Provinz Hatay zu spüren war.
Naci Görür erklärte, dass es schwierig sei, eine abschließende Bewertung zu diesem Beben vorzunehmen, wies jedoch darauf hin, dass das Erdbeben mit der Toten-Meer-Verwerfung in Zusammenhang stehe.
DIE VERWERFUNGSLINIE IN UNSEREM LAND IST WEITGEHEND GEBROCHEN
Prof. Dr. Naci Görür betonte, dass das Beben auf der Toten-Meer-Verwerfung stattfand und diese Verwerfungslinie zwischen Maraş und Hatay unabhängig von der Ostanatolischen Verwerfungszone sei, und führte dazu aus:
"Während die Ostanatolische Verwerfungszone von Maraş in Richtung Adana verläuft, ereignete sich dieses Beben zwischen Maraş und Hatay, also auf der Toten-Meer-Verwerfung. Diese Verwerfungslinie erstreckt sich von der Region, in der das Beben stattfand, bis hinunter zum Roten Meer. Wir sprechen hier von einer Blattverschiebung, und es handelt sich um eine sehr große Verwerfungslinie. Der Teil dieser Verwerfung, der in der Türkei liegt, ist bereits weitgehend gebrochen. Wie wir bereits früher erwähnt haben, wird diese Verwerfungslinie im Laufe der Zeit weiter in Richtung Rotes Meer aufbrechen."
'ICH ERWARTE KEINE SCHWERWIEGENDEN ZERSTÖRUNGEN'
Naci Görür äußerte die Ansicht, dass derartige Beben aufgrund des bereits erfolgten Bruchs der Toten-Meer-Verwerfung in der Türkei keine direkten Auswirkungen haben dürften, und sagte: "Wenn sich direkt vor unserer Haustür ein sehr großes Beben ereignet, werden wir natürlich auch erschüttert. Abgesehen von sehr instabilen Gebäuden erwarte ich jedoch keine schwerwiegenden Zerstörungen. Ich glaube nicht, dass es zu Auswirkungen im Ausmaß einer Katastrophe kommen wird."
Nachrichtenquelle: Selçuk Çelik
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