Scharfe Kritik von National-Schwimmer Alper Sunaçoğlu am „Euthanasie“-Gesetz für Straßentiere: Hungerstreik im Meer angekündigt
Der National-Schwimmer Alper Sunaçoğlu hat angekündigt, aus Protest gegen den Gesetzesentwurf der AKP, der die Euthanasie von Straßentieren vorsieht, 160 km zu schwimmen und anschließend einen Hungerstreik im Meer zu beginnen. Sunaçoğlu erklärte: „Wir werden euch einbläuen, gute Menschen zu sein, das Recht auf Leben zu respektieren und dass nur Gott das Leben nehmen kann, das er gegeben hat.“
Die Beratungen über den von der AKP ausgearbeiteten Gesetzesentwurf, der die Euthanasie von Straßentieren vorsieht, werden in der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) fortgesetzt.
Der Gesetzesentwurf, der in der Öffentlichkeit für Diskussionen sorgt, stieß bei dem Marathon-National-Schwimmer Alper Sunaçoğlu auf scharfe Kritik.
In einer Erklärung auf seinem Social-Media-Kanal kündigte Sunaçoğlu an, dass er aus Protest gegen den Gesetzesentwurf zunächst einen Rekordversuch mit einer 160 km langen Solostrecke unternehmen und anschließend einen Hungerstreik beginnen werde.
Sunaçoğlu teilte in seiner Social-Media-Erklärung den Text seiner Presseerklärung unter der Überschrift 'Sowohl Rekordversuch als auch Hungerstreik!'.

'MEIN ZIEL IST ES, DIE AUFMERKSAMKEIT DER WELTÖFFENTLICHKEIT ZU ERLANGEN'
Sunaçoğlu äußerte sich in seiner Erklärung wie folgt:
"PRESSEERKLÄRUNG!
ERST WIRD ER SCHWIMMEN, DANN DEN HUNGERSTREIK BEGINNEN
Der Aktivist und Marathon-National-Schwimmer Alper Sunaçoğlu, der 2010 als erster und einziger Marathon-Schwimmer die 82 km lange Hochseestrecke von der Türkei zur Türkischen Republik Nordzypern ohne Käfig und solo bewältigte, schwamm letztes Jahr
am Veteranentag mit Unterstützung der Gouverneursverwaltung von Çanakkale zum Gedenken an Veteranen und Märtyrer die 30 km von Çanakkale nach Gökçeada in 8 Stunden und 12 Minuten und erzielte damit die beste Marathon-Schwimmleistung der letzten Jahre.
Alper Sunaçoğlu wird diesmal für die Straßentiere schwimmen und einen Hungerstreik beginnen, um gegen den Gesetzesentwurf zu Straßentieren zu protestieren, der derzeit in der TBMM beraten wird.
Er weist darauf hin, dass der geplante Gesetzesentwurf fernab von Wissenschaft, türkischen Sitten und Gebräuchen sowie unseren religiösen Überzeugungen sei und zudem eine falsche, lösungsorientierte Maßnahme darstelle. Er betont, dass der Anstieg der Population von Straßentieren nicht durch das Töten von Tieren verhindert werden könne und dass die Lösung in der Praxis des Fangens, Impfens, Kastrierens, Rehabilitierens und des Zurückbringens an den Fundort liege.
Wäre Töten eine Lösung, wären beim Massaker auf der Insel Hayırsız Ada 100.000 Tiere getötet worden, doch heute zeigt sich, dass Töten keine Lösung ist. Das Massaker auf der Insel Hayırsız Ada ist der Beweis dafür.
Ich habe mein Leben lang darauf geachtet, das Richtige zu verteidigen und so zu leben. Doch es scheint, dass alle Presseerklärungen und Proteste der Tierfreunde leider von Ankara ignoriert und nicht ernst genommen werden.
Deshalb möchte ich klar und deutlich sagen, dass ich einen Hungerstreik beginnen werde, um die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit zu erlangen und Ankara eine klare Botschaft zu senden. In diesem kurzen Leben, in dem ich zur Prüfung bin, kann und werde ich bei einer solchen Hässlichkeit, einem solchen Massaker und einer solchen Unterdrückung nicht schweigen. Ich möchte auch darauf hinweisen, dass ich vor der TBMM in den Hungerstreik bis zum Tod treten werde, sollte der Hungerstreik keine Lösung bringen."
Nachrichtenquelle: 12punto
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