Neue Aufnahmen zum tödlichen Schusswaffenvorfall in Fatih aufgetaucht
Momente, in denen Adnan und Kadir Aksoy vor dem Vorfall, bei dem sie getötet wurden, ein Teehaus betraten, wurden von Kameras festgehalten. Im Rahmen der Ermittlungen befinden sich 10 Personen in Gewahrsam.
In Istanbul-Fatih sind neue Überwachungskameraaufnahmen zu dem Schusswaffenvorfall aufgetaucht, bei dem Adnan Aksoy und sein Bruder Kadir Aksoy in einem Büro für Devisen- und Goldgeschäfte ums Leben kamen.
Auf den Aufzeichnungen, die kurz vor dem Vorfall am 15. September im Stadtteil Nuruosmaniye entstanden sind, ist zu sehen, wie die Aksoy-Brüder zusammen mit einer größeren Gruppe ein Teehaus in der Geschäftspassage betreten. Den Angaben zufolge zeigt die Kamerauhr 12.55 Uhr; die Gruppe habe sich dort nur kurz aufgehalten, bevor sie zum Devisenbüro weiterging.

Nachdem die Gruppe das Büro betreten hatte, soll es zu einem Streit mit dem Geschäftsinhaber Kemal E. und dessen Begleitern gekommen sein. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass es sich nicht um einen Schusswechsel handelte, sondern dass nach dem Streit das Feuer auf die Aksoy-Brüder und ihre Begleiter eröffnet wurde.
Durch die Schüsse kamen Adnan Aksoy (30) und sein Bruder Kadir Aksoy (27) ums Leben. E.A. (19) und B.S. (33) wurden bei dem Vorfall verletzt.

FALSCHGELD UND KAMERAAUFZEICHNUNGEN WERDEN UNTERSUCHT
Bei Durchsuchungen nach dem Vorfall fanden Teams der Mordkommission 1,9 Millionen US-Dollar an Falschgeld im Büro. Während zunächst die Möglichkeit geprüft wurde, dass der Vorfall mit dem Falschgeld in Verbindung stehen könnte, wird nun untersucht, wem das Geld gehörte und ob ein Zusammenhang mit den Morden besteht.
Im Zuge der Ermittlungen wurde zudem festgestellt, dass der Geschäftsinhaber Kemal E. nach dem Vorfall versucht hatte, die Aufnahmen der Überwachungskameras zu löschen. Es wurde bekannt, dass einige Aufzeichnungen gelöscht worden waren, ein Teil der Bilder jedoch durch technische Arbeiten der Mordkommission von der Festplatte wiederhergestellt werden konnte.

Die wiederhergestellten Aufnahmen werden nun analysiert, um den Hergang des Vorfalls zu klären und die Schützen zu identifizieren. Während die umfassenden Ermittlungen zu dem Schusswaffenvorfall andauern, wurde mitgeteilt, dass sich 10 Personen in Gewahrsam befinden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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