Neue Details zur Untersuchung des Schiffsunfalls bei Silivri! Funkgespräche in die Akten aufgenommen
Im Rahmen der Ermittlungen zum Zusammenstoß zweier Handelsschiffe im Marmarameer wurden Schiffsdaten und Funkaufzeichnungen angefordert.
Im Zuge der eingeleiteten Ermittlungen zu dem Schiffsunfall vor der Küste von Silivri im Marmarameer wurden die Fahrtenschreiber, digitalen Daten und Funkgespräche der beiden Schiffe zur Untersuchung sichergestellt. Im Rahmen des von der Generalstaatsanwaltschaft Silivri geführten Verfahrens wurden bei den zuständigen Behörden und Unternehmen zahlreiche Dokumente und Aufzeichnungen angefordert, um den genauen Hergang des Vorfalls zu klären.
Der Unfall ereignete sich am Morgen des 1. September, 18 Meilen südlich vor der Küste von Silivri. Das unter türkischer Flagge fahrende, 90 Meter lange Handelsschiff namens Alsu, das von Kocaeli nach Aliağa unterwegs war, kollidierte mit dem Handelsschiff Tuğberk İmamoğlu, das vom Hafen İskenderun in Richtung Karadeniz Ereğli fuhr. Nach dem Zusammenstoß wurde gemeldet, dass der Kontakt zu den 10 Besatzungsmitgliedern der Tuğberk İmamoğlu abgebrochen sei; die Such- und Rettungsarbeiten der Generaldirektion für Küstensicherheit und des Kommandos der Küstenwache dauern an.

AUFZEICHNUNGEN UND FUNKGESPRÄCHE ANGEFORDERT
Im Rahmen der Ermittlungen wurden Informationen zu den Reedereien und Betreibergesellschaften beider Schiffe sowie deren Verantwortlichen eingeholt. Zur Aufklärung des Vorfalls wurde die Anweisung erteilt, Aufzeichnungen, Dokumente und digitale Daten von den betreffenden Unternehmen sicherzustellen.
Es wurde die Sicherstellung folgender Unterlagen der Alsu angefordert: Fahrt-, Routen- und Manöverdaten; Brücken- und Maschinenraumaufzeichnungen; VDR-, ECDIS-, AIS/GPS-Daten; Logbücher und Manövertagebücher; Reiseplan; Besatzungs- und Schichtpläne; Schiffs- und Klassenzertifikate sowie Frachtunterlagen. Zudem wurde die Aufnahme von Foto- und Videoaufnahmen, die mit dem Vorfall in Verbindung stehen, in die Akten beantragt.

Bei der regionalen Hafenbehörde Istanbul wurden die Schiffsregisterauszüge, Zertifikate, Klassifizierungsdokumente, Berichte der Hafenstaatkontrolle sowie die Verwaltungsermittlungsakten beider Schiffe angefordert. Von der Generaldirektion für Küstensicherheit wurde die Übermittlung der VHF/Funkkommunikation der letzten 12 Stunden vor dem Vorfall, der Gespräche zwischen den Schiffen und den Schiffsverkehrsdiensten sowie der Radar-, Routen-, Bewegungs- und Manöveraufzeichnungen verlangt.
Es wurde darauf hingewiesen, dass einige Funkgespräche, die angeblich nach dem Unfall zwischen den Kapitänen geführt wurden, in den Medien und in offenen Quellen veröffentlicht wurden. Es wurde bekannt, dass diese Aufzeichnungen den offiziellen Stellen noch nicht vorliegen und die entsprechenden Aufzeichnungen angefordert wurden, um die Originale und die vollständigen Fassungen der Gespräche zu erhalten. Die Funkgespräche, die nach dem Vorfall zwischen den Einheiten der Küstenwache und der Alsu geführt wurden, seien hingegen bereits in die Akten aufgenommen und protokolliert worden.

Zur Erstellung eines vorläufigen Berichts über die Schuldfrage wurden Sachverständige aus den Bereichen Kapitänswesen und Schiffbauingenieurwesen beauftragt. Es wurde mitgeteilt, dass die Sachverständigen an den Ort des Geschehens entsandt wurden, um Untersuchungen an der Alsu, die derzeit in den Hafen von Silivri geschleppt wird, sowie am Unfallort selbst durchführen zu können.
Die Meerestiefe in dem Gebiet, in dem die Tuğberk İmamoğlu gesunken ist, wird auf etwa 800 bis 1100 Meter geschätzt. Aus diesem Grund läuft die Koordination zur Bestimmung der technischen Möglichkeiten, die in dieser Tiefe operieren können, um das Schiff und das Wrackgebiet zu lokalisieren, den Meeresboden zu scannen und Beweise zu sichern.

Andererseits wurde festgestellt, dass sich an der Meeresoberfläche in dem Gebiet, in dem die Tuğberk İmamoğlu gesunken ist, eine Verschmutzung bildet. Es wurde die Anweisung erteilt, Untersuchungen und Prüfungen zu den Gesundheits- und Umweltmaßnahmen durchzuführen, um die Art, die Quelle und die Ausbreitung der Verschmutzung zu bestimmen sowie die potenziellen Risiken für die Umwelt und die menschliche Gesundheit zu bewerten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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