Neue Entwicklung im Fall der in den USA inhaftierten Rümeysa Öztürk
Die Anwälte der Tufts-Doktorandin Rümeysa Öztürk, die in den USA wegen ihrer Unterstützung für Palästina inhaftiert wurde, fordern, dass die Überstellung ihrer Mandantin in den Bundesstaat Vermont nicht weiter verzögert wird.
Die Anwälte der in den USA inhaftierten Rümeysa Öztürk haben gefordert, dass die Überstellung ihrer Mandantin nach Vermont nicht weiter verzögert wird.
In einer schriftlichen Erklärung der Anwälte von Öztürk wurde mitgeteilt, dass beim Berufungsgericht ein Antrag gestellt werde, um die Überstellung von Rümeysa Öztürk nach Vermont zu beschleunigen.
In der Erklärung wurde betont, dass die Haftbedingungen in Louisiana die Gesundheit von Öztürk ernsthaft gefährden. Es wurde festgehalten, dass Öztürk, die zusammen mit 23 anderen Frauen in einem überfüllten und schlecht belüfteten Raum festgehalten wird, häufig unter Asthmaanfällen leidet und diese Anfälle zunehmend schwerer werden.
In der Erklärung wurde mitgeteilt, dass die Asthmaanfälle von Öztürk früher 5 bis 15 Minuten dauerten, nun aber bis zu 45 Minuten andauern können.
Es wurde argumentiert, dass Öztürk seit etwa 6 Wochen sowohl rechtswidrig als auch unter Gefährdung ihrer Gesundheit inhaftiert sei. Die türkische Studentin sei Insekten- und Nagetierkot ausgesetzt, komme fast nie an die frische Luft, medizinische Eingriffe würden verzögert und das medizinische Personal zeige sich desinteressiert, hieß es in der Erklärung.
Ein Bundesrichter in Massachusetts hatte entschieden, dass Öztürks Rechtsstreit in Vermont statt in Louisiana fortgesetzt werden sollte, und ein weiterer Richter in Vermont hatte die Überstellung von Öztürk in eine Einrichtung in Vermont bis zum 1. Mai angeordnet; die US-Regierung legte jedoch am 24. April Berufung gegen diese Entscheidung ein.
WAS WAR PASSIERT?
Die türkische Studentin Rümeysa Öztürk, die an der Tufts University im US-Bundesstaat Massachusetts promoviert, wurde am Abend des 25. März auf dem Weg zum Iftar mit Freunden von sechs maskierten Beamten der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) festgenommen.
US-Außenminister Marco Rubio hatte erklärt, dass das Studentenvisum von Öztürk annulliert wurde und sie abgeschoben werden solle.
Rubio hatte angegeben, dass die Visa von mehr als 300 ausländischen Studenten, die er als "Hamas-Unterstützer" und (israelfeindliche) "Verrückte" bezeichnete, annulliert wurden.
Die US-Bundesrichterin Denise Casper hatte eine einstweilige Verfügung gegen die Abschiebung der von ICE-Beamten inhaftierten türkischen Studentin Öztürk erlassen.
Auch die Tufts University, an der Rümeysa Öztürk promoviert, forderte die Freilassung ihrer Studentin. Rektor Sunil Kumar erklärte in einer Stellungnahme vor Gericht, dass die Verhaftung von Öztürk die "internationale Gemeinschaft der Universität gelähmt" habe und man sich nun Sorgen um die Sicherheit der Schule mache.
Nachrichtenquelle: AA
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