Neue Entwicklung im Fall des tödlichen Unfalls von Halit Yukay... Kapitän behauptet: 'Ich bin mit keinem Objekt kollidiert', Familie fordert Verhaftung!
Zehn Angeklagte stehen wegen des Unfalls vor Gericht, der zum Tod des Geschäftsmanns Halit Yukay führte, als dieser von Yalova nach Bozcaada in See stach. Während Schiffskapitän Cemal Tokatlıoğlu behauptet, den Unfallort nach dem Vorfall nicht verlassen zu haben, forderte der Anwalt der Familie die Verhaftung aller Angeklagten.
Es wurde ein Gerichtsverfahren eingeleitet bezüglich des Unfalls, bei dem das Boot des Geschäftsmanns Halit Yukay, der am 4. August von Yalova aus in Richtung Bozcaada in See gestochen war, zerstört und halb versunken aufgefunden wurde. In dem Fall sind 10 Angeklagte beschuldigt, den Tod von Halit Yukay verursacht zu haben. Während der Verhandlung legte Schiffskapitän Cemal Tokatlıoğlu, Kapitän des Frachtschiffs 'Arel 7', das als das Schiff gilt, das mit dem Boot kollidiert sein soll, seine Verteidigung dar. Tokatlıoğlu erklärte, dass er zum Zeitpunkt des Vorfalls mit keinem Objekt kollidiert sei und auf der linken Seite des Schiffes lediglich Müllteile gesehen habe.
YUKAYS LEICHNAM WURDE NACH 30 TAGEN GEFUNDEN
Der leblose Körper von Halit Yukay wurde genau 30 Tage nach seinem Verschwinden, am 3. September, gefunden. Sein Boot war bereits am 5. August zerstört im Meer entdeckt worden, doch die Suchaktionen führten erst am 19. Tag, 7 Seemeilen vor dem Bezirk Erdek in 68 Metern Tiefe, zum Erfolg. Yukays Leichnam wurde vom Rettungsschiff TCG Alemdar geborgen. Im Zuge der nach dem Vorfall eingeleiteten Ermittlungen wurden die Aufnahmen der Einfahrt des Frachtschiffs 'Arel 7', das als das Schiff gilt, das mit dem Boot kollidiert sein soll, in den Hafen von İzmit in die Akten aufgenommen. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie der Kapitän und die Besatzung des Schiffes sich im Hafen aufhalten, während das Schiff zu diesem Zeitpunkt deutliche Schleifspuren aufwies.
ANKLAGESCHRIFT GEGEN SCHIFFSKAPITÄN UND BESATZUNG ERSTELLT
In der von der Generalstaatsanwaltschaft Bandırma erstellten Anklageschrift wird für den Schiffskapitän Cemal Tokatlıoğlu wegen 'fahrlässiger Tötung' eine Freiheitsstrafe von 3 bis 9 Jahren gefordert. Zudem stehen der Verantwortliche der Schifffahrtsgesellschaft, Arda G., sowie weitere Besatzungsmitglieder wegen 'Verursachung des Todes durch Nichterfüllung der Hilfeleistungs- und Meldepflicht' vor Gericht. Für diese Angeklagten wird eine Freiheitsstrafe von 1 bis 3 Jahren gefordert.
“ICH BIN NICHT KOLLIDIERT, ICH HABE MANÖVRIERT”
In seiner Verteidigung vor Gericht gab Cemal Tokatlıoğlu an, dass er am Tag des Vorfalls um 16:45 Uhr die Schicht übernommen habe und Geräte wie Radar und Funk ordnungsgemäß funktionierten. Tokatlıoğlu erklärte, dass drei Schiffe hintereinander fuhren und ein Abstand von 1,5 Stunden zwischen ihnen lag, und verteidigte sich mit den Worten: "Ich sah Dinge wie Müll auf der linken Seite des Schiffes, ich bemerkte auch Holzstücke. Nach einem Manöver sah ich etwas, das einem Rettungsring ähnelte, aber ich bin mit keinem Objekt kollidiert."
Tokatlıoğlu widerrief seine Aussage bei der Küstenwache und betonte, dass er den Unfallort nicht verlassen habe. Er erklärte: "Es kommt nicht in Frage, dass ich den Unfallort aus Angst verlassen habe, ohne jemanden zu benachrichtigen", und forderte seinen Freispruch mit der Begründung, dass ihn nach dem Unfall keine Schuld treffe.
Der Unternehmensvertreter Arda G. gab an, dass Kapitän Tokatlıoğlu ihn am Tag des Vorfalls angerufen und mitgeteilt habe, dass er über Holzstücke gefahren sei und es nach einem Manöver keine Probleme gegeben habe. G. erklärte, dass er aufgrund der Aussage von Tokatlıoğlu, "Wir müssen das nirgendwo melden", keine Meldung erstattet habe.
“ALLE ANGEKLAGTEN MÜSSEN VERHAFTET WERDEN”
Emine Selam Esen, die Anwältin der Familie von Halit Yukay, argumentierte, dass die Angeklagten die Beweise leugnen und insbesondere Kapitän Tokatlıoğlu von der für Handelsschiffe vorgesehenen Route abgewichen sei und sich in riskanten Gebieten bewegt habe. Esen erklärte, dass die Todesursache von Yukay Ertrinken sei und er durch die Wucht des Aufpralls ins Meer geschleudert wurde. "Der Angeklagte Cemal Tokatlıoğlu hat den Tod durch bewusste Fahrlässigkeit verursacht", sagte Esen und betonte, dass die anderen Angeklagten ebenfalls ihre Hilfeleistungs- und Meldepflicht nicht erfüllt hätten, und forderte die Untersuchungshaft für alle Angeklagten.
GERICHT WIRD ZEUGEN ANHÖREN
Das Gericht lehnte die Anträge auf Verhaftung der Angeklagten ab und entschied, dass das Ausreiseverbot und die gerichtliche Kontrolle für den Angeklagten Cemal Tokatlıoğlu fortbestehen. Die Verhandlung wurde vertagt, um fehlende Punkte zu klären und Zeugen anzuhören.
Nachrichtenquelle: 12punto
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