Neue Entwicklung im Fall Sinan Ateş: 'Die Schützen sind bekannt, die Drahtzieher sind noch auf freiem Fuß'
Der juristische Prozess nach der Ermordung von Sinan Ateş hat eine neue Wendung genommen. Ayşe Ateş betonte in ihrer Stellungnahme zur Zusammenlegung der Verfahren, dass die Hintermänner des Mordes noch immer nicht vor Gericht stehen.
Die 5. Strafkammer des Regionalgerichts Ankara hat die Zusammenlegung des Verfahrens zur Ermordung von Sinan Ateş mit dem Prozess gegen ehemalige Führungskräfte der Ülkü Ocakları, die mit dem Mord in Verbindung stehen, beschlossen. Diese Entscheidung wird als wichtiger Schritt zur Aufklärung aller Hintergründe der Ermordung von Sinan Ateş gewertet.
VERFAHREN ZUSAMMENGELEGT
Nach der Ermordung des Dozenten der Hacettepe-Universität, Doç. Dr. Sinan Ateş, in Istanbul führte die Untersuchung zur Zusammenlegung zweier verschiedener Prozessakten. Die Verfahren vor dem 32. Schwurgericht in Ankara, in denen unter anderem der MHP-Anwalt Serdar Öktem und ein ehemaliger Leiter des Morddezernats angeklagt sind, wurden nun unter einem Dach vereint.
MARKANTE STELLUNGNAHME VON AYŞE ATEŞ
Ayşe Ateş, die Ehefrau von Sinan Ateş, wies in ihren Erklärungen zur Zusammenlegung der Verfahren darauf hin, dass trotz der Identifizierung der Täter noch immer keine Gerechtigkeit geübt werde. Ayşe Ateş sagte: "Während es offensichtlich ist, dass sie monatelang eine umfassende Arbeit geleistet haben, um Sinan zu ermorden, wurde die Suche nach Verdächtigen lediglich auf den Moment des Attentats beschränkt und das Schwert der Gerechtigkeit nur in diese eine Richtung geschwungen. Die Behauptung, es gäbe 'keine tatsächliche Verbindung', findet im Gewissen der Öffentlichkeit keine Akzeptanz."
"DIE SCHÜTZEN SIND BEKANNT, DIE DRAHTZIEHER SIND NOCH AUF FREIEM FUSS"
Ayşe Ateş erklärte in ihrer Stellungnahme, dass sie nicht nur die Schützen, sondern auch diejenigen kennen, die den Mord in Auftrag gegeben haben, und sagte: „Die Schützen sind bekannt. Die Drahtzieher laufen frei herum. Das ganze Gesindel und die Handlanger versuchen zudem, mit der geringstmöglichen Strafe davonzukommen.“
DIE JUSTIZ ARBEITET NUR VERZÖGERT
Ateş betonte, dass der Mord noch immer nicht aufgeklärt sei, und fuhr fort:
“Die Ermordung von Sinan mitten in Ankara war ein Wendepunkt. Leider konnte dieser auf niederträchtige Weise begangene Mord bis heute nicht aufgeklärt werden.”
Nachrichtenquelle: 12punto
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