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Neue Entwicklung im Mordfall an Palästinenser: Details der Überstellungsakte bekannt

Im Rahmen der Ermittlungen zu dem bewaffneten Angriff in Kağıthane, bei dem eine Person ums Leben kam und zwei weitere verletzt wurden, sind neue Details bekannt geworden.

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Neue Entwicklung im Mordfall an Palästinenser: Details der Überstellungsakte bekannt

Die Ermittlungen der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft zu dem bewaffneten Angriff in Kağıthane, der einen Toten und zwei Verletzte forderte, dauern an.

In diesem Zusammenhang wurden Details aus der von der Staatsanwaltschaft erstellten Überstellungsakte für drei der vier Verdächtigen bekannt, die nach ihrer Vernehmung bei der Istanbuler Kriminalpolizei an das Istanbuler Justizgebäude überstellt wurden.

In der Überstellungsakte wird angegeben, dass S.A., der als Verdächtiger im Mordfall gilt, am 17. Juli und die anderen Verdächtigen G.S. und T.S. am 6. August in die Türkei eingereist sind. In dem Dokument wird festgehalten, dass S.A. einen Tag vor der Tat gemeinsam mit den anderen Verdächtigen L.E.E. und M.A.H.M. ein Fahrzeug gemietet hat und dass L.E.E. den Verdächtigen G.S., T.S. und S.A. die Wohnung zur Verfügung gestellt hat, in der sie sich vor dem Vorfall aufhielten.

Dem Dokument zufolge verließen die Verdächtigen die Wohnung mit dem gemieteten Fahrzeug gegen 21.00 Uhr, also 1,5 Stunden vor der Tat.

ERKUNDUNG VOR DER TAT

In der Akte wird weiter ausgeführt, dass die Verdächtigen vor dem Angriff durch die Straße patrouillierten, in der der Anschlag verübt werden sollte, um das Gelände zu erkunden. Anschließend seien sie in ein anderes Fahrzeug umgestiegen; das erste Fahrzeug sei nach Avcılar gebracht worden, wo es auf die flüchtenden Verdächtigen nach der Tat gewartet habe.

In der Überstellungsakte wird beschrieben, dass die Verdächtigen nach der Tat in das Fahrzeug umstiegen, das sie unter dem Okmeydanı-Viadukt an der Hasdal-Straße erwartete, mit diesem bis in die Gegend von Silivri Alipaşa fuhren und das Fahrzeug dort in Brand setzten.

VERDÄCHTIGE WECHSELTEN FAHRZEUGE

Nachdem das Fahrzeug in Brand gesetzt worden war, stiegen die Verdächtigen in ein weiteres wartendes Fahrzeug um, mit dem sie bis zum Grenzübergang Dereköy fuhren, so die Akte.

Darin wird festgehalten, dass die Verdächtigen G.S., T.S. und S.A. nach Bulgarien ausreisten, während die anderen Verdächtigen L.E.E. und M.A.H.M. das Fahrzeug in Grenznähe zurückließen und mit einem Taxi nach Istanbul zurückkehrten.

Nach ihrer Ankunft in Istanbul kontaktierten die Verdächtigen den Beschuldigten P.Y. und baten ihn, sie nach Sapanca zu bringen. Der Verdächtige habe die beiden Personen nach Sapanca gefahren und sei anschließend nach Istanbul zurückgekehrt.

3 VERDÄCHTIGE IN RUMÄNIEN FESTGENOMMEN

Unterdessen wurden G.S., T.S. und S.A., die im Zuge der laufenden Ermittlungen von Bulgarien nach Rumänien geflohen waren und kurz vor ihrer geplanten Weiterreise nach Israel gefasst wurden, inhaftiert.

Die Bemühungen der zuständigen Behörden zur Auslieferung der in Rumänien inhaftierten Verdächtigen dauern an.

DER VORFALL

Bei einem bewaffneten Angriff auf ein geparktes Auto im Istanbuler Stadtteil Hamidiye in Kağıthane am 18. August gegen 22.30 Uhr kam der ausländische Staatsbürger A.K. (30) ums Leben. Sein ausländischer Begleiter F.M. wurde schwer verletzt, während E.K., der als Personenschützer für A.K. tätig war, eine leichte Schussverletzung am Bein erlitt.

In einer Erklärung des Gouverneursamtes von Istanbul hieß es, dass am Tatort eine Pistole mit Schalldämpfer, die vermutlich bei dem Angriff verwendet wurde, sowie zahlreiche leere Patronenhülsen sichergestellt wurden.

Die Istanbuler Polizeidirektion gab bekannt, dass die Täter des Angriffs, der auf einen finanziellen Streit zurückzuführen sei, als G.S., T.S., S.A., S.A.S.O., L.E.E. und H.B. identifiziert wurden.

In der Mitteilung der Polizei wurde berichtet, dass die Verdächtigen G.S., T.S. und S.A., die auf die Opfer geschossen hatten und nach der Tat durch den Wechsel von drei verschiedenen Fahrzeugen geflohen waren, am 19. August um 00.48 Uhr über Kırklareli ins Ausland geflohen seien. Am 20. August seien diese drei Verdächtigen infolge von Korrespondenzen mit Interpol und hartnäckiger Verfolgung in Rumänien festgenommen worden, um in die Türkei überstellt zu werden.

Unterdessen wurden die ausländischen Staatsbürger L.E.E., I.A., M.A.H.M. und P.Y., die wegen des Verdachts der Beihilfe zur Flucht der Täter von Teams der Istanbuler Kriminalpolizei festgenommen worden waren, nach ihrer polizeilichen Vernehmung dem Justizgebäude überstellt. Während I.A. von der Staatsanwaltschaft freigelassen wurde, wurden L.E.E. und M.A.H.M. inhaftiert, und gegen P.Y. wurden gerichtliche Auflagen verhängt.


Nachrichtenquelle: AA

Justiz Istanbuler Justizpalast Kağıthane bewaffneter Angriff