Neue Entwicklung im Prozess um den Mord an Journalist Hrant Dink: 'Verhandlung vertagt'
Im Prozess gegen 15 Angeklagte wegen der Ermordung des Chefredakteurs der Zeitung Agos, Hrant Dink, wurde die Fortdauer der Untersuchungshaft für alle Angeklagten beschlossen. Da der Staatsanwalt erklärte, aufgrund des umfangreichen Aktenmaterials noch kein Plädoyer vorbereiten zu können, wurde die Verhandlung auf den 31. Mai vertagt.
Hrant Dink, der Chefredakteur der Zeitung Agos, wurde im Rahmen eines neuen Prozesses erneut thematisiert.
In dem Prozess gegen 15 Angeklagte, der nach einer Entscheidung des Kassationsgerichtshofs (Yargıtay) erneut aufgenommen wurde und in dem größtenteils Beamte angeklagt sind, wurde die Fortdauer der Untersuchungshaft für alle Angeklagten beschlossen.
VERTAGUNG AUF DEN 31. MAI
Nachdem der Staatsanwalt erklärte, dass er aufgrund des Umfangs der Akten sein Plädoyer noch nicht vorbereiten könne, wurde die nächste Verhandlung auf den 31. Mai vertagt.
An der Verhandlung vor dem 14. Schwurgericht in Istanbul nahmen die inhaftierten Angeklagten Okan Şimşek, Gazi Günay, Veysal Şahin sowie die Anwältin der Familie Dink, Hülya Deveci, die Anwälte der Angeklagten und weitere Angeklagte per Video- und Audiosystem (SEGBİS) aus den Gefängnissen teil.
"WIR SIND NICHT IM GERINGSTEN SCHULDIG"
Der zum Zeitpunkt des Mordes beim Nachrichtendienst in Trabzon verantwortliche Vorgesetzte, der Angeklagte Hasan Durmuşoğlu, erklärte, er habe gemäß der Verfassung und den Gesetzen gehandelt. Er betonte, er sei nicht geflohen oder untergetaucht, damit seine Unschuld bewiesen werden könne, und beantragte seine Haftentlassung.
Der damalige beim Nachrichtendienst der Istanbuler Gendarmerie tätige Unteroffizier Muharrem Demirkale sagte: "Wir sind nicht im Geringsten schuldig."
Der Angeklagte Osman Gülbel erklärte ebenfalls, er wolle sich in Freiheit verteidigen. Auch die anderen Angeklagten beantragten ihre Haftentlassung.
FORTDAUER DER UNTERSUCHUNGSHAFT
Das Gericht entschied, die Untersuchungshaft der Angeklagten Gazi Günay, Hasan Durmuşoğlu, Muharrem Demirkale, Okan Şimşek, Osman Gülbel, Veysal Şahin und Yavuz Karakaya fortzusetzen.
Das Gericht beschloss zudem, den Hausarrest gegen den Angeklagten Ali Öz sowie die gerichtlichen Auflagen für einige andere Angeklagte aufrechtzuerhalten.
Darüber hinaus wurde angeordnet, die Vollstreckung des Haftbefehls gegen den Angeklagten Faruk Sarı abzuwarten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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