Neue Entwicklung zur griechischen Militärpräsenz in Südzypern: Sie wird dauerhaft
Die griechisch-zyprische Presse berichtet, dass die Republik Zypern plant, die Einsatzdauer der dort stationierten griechischen Kampfflugzeuge zu verlängern und die Präsenz der griechischen Marineeinheiten in der Region aufrechtzuerhalten. Das mit Frankreich unterzeichnete SOFA-Abkommen schaffe zudem einen neuen rechtlichen Rahmen für gemeinsame Militäroperationen und Stationierungen.
Berichten der griechisch-zyprischen Presse zufolge strebt die Republik Zypern im Rahmen der Vertiefung der Verteidigungszusammenarbeit mit Griechenland an, die Präsenz der auf dem Luftwaffenstützpunkt Andreas Papandreou in Paphos stationierten griechischen Kampfflugzeuge dauerhaft zu machen.
Den vorliegenden Informationen zufolge fordert die zyprische Regierung einen effektiveren Schutz der FIR-Zone und begründet dies mit dem Drohnenangriff auf den britischen Stützpunkt Akrotiri Anfang März. In diesem Zusammenhang wird die bisherige zeitweise Stationierung griechischer Kampfflugzeuge als unzureichend angesehen; angestrebt werde eine stabilere und kontinuierliche Präsenz.
Es sei geplant, die Einsatzdauer der griechischen Kampfflugzeuge in Südzypern zu verlängern, Personalwechsel fortzusetzen und die in der Region stationierten Luftstreitkräfte in Zukunft anzupassen. Es wurde angemerkt, dass die derzeit in Südzypern befindlichen F-16-Kampfflugzeuge in Zukunft durch zweimotorige F-4 Phantom-Jets ersetzt werden könnten. Diese Luftstreitkräfte sollen zur Verbesserung der Zusammenarbeit, Koordination und Interoperabilität zwischen der zyprischen Nationalgarde und der griechischen Luftwaffe beitragen. Andererseits sei vorgesehen, dass Fregatten der griechischen Marine weiterhin vor der Küste Südzyperns patrouillieren, um die sogenannte ausschließliche Wirtschaftszone Zyperns zu überwachen und zu schützen.
Es wurde darauf hingewiesen, dass sich derzeit die Fregatte „Elli (F450)“ der griechischen Marine in der Region befindet und das Schiff mit OTO-Melara-Schiffsgeschützen, Phalanx-Nahbereichsverteidigungssystemen, Sea-Sparrow-Flugabwehrraketensystemen und Harpoon-Lenkwaffen ausgestattet ist.
Das Schiff verfüge zudem über Systeme zur U-Boot-Abwehr und elektronische Gegenmaßnahmen; der Besatzungswechsel soll in regelmäßigen Abständen erfolgen.
Das mit Frankreich unterzeichnete Abkommen
Das zwischen Zypern und Frankreich unterzeichnete Truppenstatut-Abkommen (SOFA) bilde den rechtlichen Rahmen für gemeinsame Operationen, Übungen und militärische Stationierungen. Das Abkommen enthalte Regelungen zu Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Militärpersonals, zur Kommandostruktur, zu operativen und technischen Unterstützungsmechanismen sowie zu gemeinsamen Ausbildungsaktivitäten und multinationalen Missionen. Während betont wurde, dass das SOFA-Abkommen die operative Zusammenarbeit erleichtern, die Interoperabilität erhöhen und eine schnellere Reaktion auf gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungsaufgaben ermöglichen soll, wurde hervorgehoben, dass es auch eine schnellere Stationierung und Unterstützung militärischer Einheiten ermögliche. Die Zusammenarbeit im Rahmen des Abkommens umfasse neben gemeinsamen Übungen wie „Argonaut“ und „Eynomia“ auch See-, Land- und Luftstreitkräfte sowie Regelungen zur französischen Militärpräsenz in der Region.
Nachrichtenquelle: 12punto
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